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Bundesverdienstkreuz für Natascha Sagorski

6. August 2026, 12:46

Mit ihrer Petition für einen gestaffelten Mutterschutz nach Fehlgeburten hat Natascha Sagorski eine Gesetzesänderung angestoßen. Für ihr familienpolitisches Engagement wird die Autorin und Aktivistin nun mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Vom persönlichen Schicksal zur Gesetzesänderung

Der Einsatz von Natascha Sagorski begann mit einer eigenen schmerzhaften Erfahrung: Nach einer Fehlgeburt machte sie sich dafür stark, die Situation betroffener Frauen zu verbessern. Mit ihrem Buch „Jede 3. Frau“ rückte sie Schwangerschaftsverluste in den öffentlichen Fokus und trug dazu bei, ein lange tabuisiertes Thema sichtbarer zu machen.

Anschließend initiierte sie eine Petition für einen gestaffelten Mutterschutz nach Fehlgeburten. Ihr Anliegen: Frauen sollten nach einem Schwangerschaftsverlust Zeit für ihre körperliche und seelische Erholung erhalten, anstatt unmittelbar an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu müssen.

Neuer Mutterschutz gilt seit Juni 2025

Mit Erfolg: Seit dem 1. Juni 2025 haben Frauen nach einer Fehlgeburt erstmals einen gesetzlichen Anspruch auf Mutterschutz – bereits ab der 13. Schwangerschaftswoche. Je nach Schwangerschaftswoche gelten unterschiedliche Schutzfristen: Bis zu zwei Wochen nach einer Fehlgeburt ab der 13. Woche, bis zu sechs Wochen ab der 17. Woche und bis zu acht Wochen ab der 20. Schwangerschaftswoche.

Für ihren Einsatz wird Sagorski nun mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, der sie für die Auszeichnung vorgeschlagen hatte, würdigte ihr Engagement und betonte, sie habe die Rechte betroffener Frauen nachhaltig gestärkt.

Neben ihrem Einsatz für einen besseren Mutterschutz engagiert sich Natascha Sagorski für Familienrechte, Frauengesundheit und eine moderne Familienpolitik. Sie gründete die gemeinnützige Organisation „Familie sind Alle“ und setzt sich dafür ein, dass Care-Arbeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Bedürfnisse von Familien stärker in den gesellschaftlichen Fokus rücken.