NürnbergMesse steuert auf neues Umsatzhoch zu
Erfolgreicher Auftakt: Mit der Euroguss, internationale Fachmesse für die Druckgussbranche, startete die NürnbergMesse Group in das Messejahr 2026. Rund 150 Veranstaltungen weltweit stehen im Messekalender.
Peter Ottmann, CEO NürnbergMesse Group: „Wir freuen uns über den bislang höchsten Umsatz im ungeraden Messejahr 2025, zu dem unsere internationalen Kunden gut die Hälfte beigetragen haben. Gleichzeitig investieren wir konsequent in unsere analogen und digitalen Produkte sowie das Messe- und Kongressgelände, damit wir auch in Zukunft einer der am besten gebuchten Messeplätze Europas bleiben. Wir blicken sehr zuversichtlich auf das Messejahr 2026 und erwarten mit rund 390 Millionen Euro einen neuen Rekordumsatz in der Geschichte der NürnbergMesse.“
Die NürnbergMesse Group wächst weiterhin deutlich und erzielt im turnusgemäß schwächeren Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von rund 350 Millionen Euro (2023: 265,1 Millionen Euro) den höchsten Umsatz in einem ungeraden Messejahr – trotz geopolitischer Spannungen, einem Anstieg des Protektionismus sowie einer schwächelnden deutschen Wirtschaft. Die insgesamt 150 Veranstaltungen im Messejahr 2025 (2023: 177) verzeichneten weltweit insgesamt über 31.000 Aussteller (2023: 28.153; +12 Prozent) und rund 1,4 Millionen Besucherinnen und Besucher (2023: 1,3 Millionen; +12 Prozent) auf einer Ausstellungsfläche von rund 1,1 Millionen Quadratmetern (2023: 0,9 Millionen.; +18 Prozent). Mit Investitionen in das Messegelände, Veranstaltungs-Portfolio, Services/Digitales und Mitarbeitende stellt die Messegesellschaft gleichzeitig die Weichen für ihre Zukunft.
Produkt: Starke Veranstaltungsmarken
„Messen und Kongresse in Nürnberg und weltweit sind als Plattformen für Begegnungen und Wachstum weiterhin erfolgreich – oft entgegen vieler Branchenentwicklungen“, freut sich Petra Wolf, Senior Vice President Product Management, über die gute Geschäftsentwicklung. Besonders positiv entwickelten sich im vergangenen Messejahr die Fachmessen mit einem ausgewiesenen Fokus auf innere, äußere und IT-Sicherheit: Enforce Tac (Sicherheit und Verteidigung), it-sa (IT-Sicherheit) und Perimeter Protection (Gebäudesicherheit). Ebenfalls sehr erfolgreich waren die Kommunale (Kommunalbedarf) und die Gastveranstaltung SPS (Automatisierungstechnik). Das deutliche Wachstum der Interlift (Aufzüge; Gastveranstaltung Afag), die erstmals in Nürnberg stattfand, bestätigte den erfolgreichen Standortwechsel. Im Ausland ragen 2025 die brasilianische und griechische Tochtergesellschaft heraus, die ihre Rekordjahre 2024 nochmals übertrafen.
Akquisitionen im internationalen Veranstaltungsportfolio
Die griechische Tochtergesellschaft Forum hat im September die Messe- und Verlagsgesellschaft O.Mind erworben, die auf das Thema Logistik spezialisiert ist. Ebenso im Verlagsgeschäft engagiert sich die NürnbergMesse India, die im Dezember das Magazin Woodnews erworben hat, welches ihr Portfolio an Holzverarbeitungsmessen unterstützen wird. Die NürnbergMesse China, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum feiert, erweitert ihr Portfolio mit der Gründung eines Joint Ventures mit dem Veranstalter Hangzhou Fima Expo, der mit der Racc eine der führenden Messen im Bereich Kälte- und Klimatechnik in China organisiert. Für 2026 ist gemeinsam mit dem Partner zudem die Premiere der Racc Asean in Thailand geplant.
Investitionen in Messegelände und für Mitarbeitende
„Aufgrund unseres soliden Wirtschaftens während der Pandemie, der erfolgreichen Geschäftsentwicklung in der Folgezeit und unseres positiven Ausblicks für die kommenden Jahre sind wir in der Lage, innerhalb der nächsten zehn Jahre ein Volumen von über 500 Millionen Euro in unser Messegelände zu investieren. Damit machen wir die NürnbergMesse fit für die Zukunft“, so Dirk Blum, Senior Vice President Finance, Facility & HR. Im Zentrum stehen dabei die Modernisierung der Halle 11 („Frankenhalle“) sowie ein Neubau mit vorgelagertem Eingangsgebäude, der die bisherige Halle 3 ersetzen wird. Weitere Meilensteine sind 2026 die Fertigstellung der Photovoltaikanlage und des modernen Mitarbeitercenters „Nxt74“, das nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (Dgnb) im Gebäudebestand modernisiert wird und neue Arbeitswelten für über 200 Mitarbeitende bietet. Insgesamt beschäftigt die NürnbergMesse Group 1.250 Mitarbeitende, davon 591 in der GmbH (Stand 31.12.2025; Vorjahr: 1.181/590). Diese Investitionen unterstreichen die Rolle der NürnbergMesse Group als attraktiver Arbeitgeber.
Investitionen in Services und E-Commerce
Auch der Bereich Services wächst weiter und trägt inzwischen rund ein Viertel zum Konzernumsatz bei: „Wir bauen das Dienstleistungsangebot rund um den Messeauftritt unserer Kunden weiter aus und legen unseren Fokus auf die Weiterentwicklung unseres ServicePartner-Netzwerks – gleichzeitig optimieren wir die digitalen Touchpoints“, so Dr. Martin Kassubek, Senior Vice President Business Development. Die neue E-Commerce-Plattform ist dafür ein wichtiger Meilenstein zur kundenzentrierten Ausrichtung der Bestellprozesse. Sie wird erstmals auf der Fensterbau Frontale eingesetzt und dann im Laufe des Messejahres 2026 auf alle Eigenveranstaltungen erweitert.
Ausblick: Messejahr 2026
Mit großer Zuversicht blickt die NürnbergMesse auf das Messejahr 2026 mit ihren rund 150 geplanten Veranstaltungen weltweit, davon 66 in Nürnberg. Herausragende Gastveranstaltungen werden dabei die 75. Spielwarenmesse sowie die IFH, Fachmesse für Sanitär-, Haus- und Gebäudetechnik, sein, die ihr 50-jähriges Jubiläum feiert. Aufgrund der geopolitischen Lage liegt ein besonderer Fokus auf dem Sicherheitscluster, zu dem die Fachmessen Enforce Tac, it-sa und im ungeraden Veranstaltungsjahr auch die Perimeter Protection zählen. Mit diesem starken Portfolio ist Nürnberg Europas führender Messestandort für innere und äußere Sicherheit, Cybersecurity sowie Gebäudesicherheit und Schutz kritischer Infrastrukturen.
Aufgrund der guten Anmeldestände erwartet die NürnbergMesse Group für 2026 einen neuen Rekordumsatz von rund 390 Millionen Euro (bisheriger Rekordumsatz 2024: 367,8 Millionen Euro).
