Tapari: Screenfreies Storytelling

16. April 2026, 7:55

Was kommt heraus, wenn man einen Spielteppich mit einem Hörspiel kombiniert? Eine interaktive, bildschirmfreie Spielmatte, die Hörspiele und Audio-Abenteuer mit physischem Spiel verbindet. Das junge Start-up Tapari aus Darmstadt verbindet dabei analoge Haptik mit digitaler Intelligenz und trifft damit einen Nerv in einer Zeit, in der viele Familien, Kitas und Handel nach sinnvollen Alternativen zum Bildschirm suchen. Besonders spannend: Das System eröffnet interessante Perspektiven für den Lizenzmarkt!

Der kleine Drache Puste ist Teil
der ersten TapariAbenteuergeschichte.

Es ist eine Idee, die so naheliegt, dass man sich fast fragt, warum sie nicht längst existiert: ein Spielteppich, der Geschichten erzählt und Kinder, die den Verlauf dieser Geschichten selbst beeinflussen können.

Tapari ist ein Spielsystem, das klassische Elemente wie den vertrauten Spielteppich mit interaktiven Hörspielen kombiniert. Dabei bewegen Kinder Figuren über eine bunt bedruckte Matte, entscheiden, wie die Geschichte an bestimmten Stellen weitergeht und gestalten so aktiv den Verlauf der Erzählung. Was entsteht, ist kein bloßes Zuhören, sondern ein immersives Spielerlebnis, das Fantasie, Bewegung und narrative Struktur miteinander verknüpft. Und das ganz ohne Bildschirm.
„Tapari ist kein einzelnes Spiel“, erklärt die Mitgründerin Jennifer Rink und ergänzt: „Es ist eher ein Tor in andere Welten.“ Tatsächlich versteht sich das Produkt weniger als abgeschlossenes Spielzeug denn als Plattform, die kontinuierlich um neue Inhalte, Figuren und Themenwelten erweitert werden kann.
Die Idee zu Tapari entstand während ihres Studiums als sie beobachtete, wie selbstverständlich bereits sehr kleine Kinder mit digitalen Geräten umgehen und wie stark diese Nutzung auch ihr analoges Verhalten prägt, beispielsweise wenn sie versuchen, Bilder in Zeitschriften zu „swipen“ oder mit Daumen und Zeigefinger zu vergrößern. Da überlegte sich Rink wie man Kinder dieser Generation für ein digitales Spielsystem begeistern könnte, das ohne Bildschirm auskommt (denn auf Bildschirme starren Kinder im Grundschulalter schon bis zu zwei Stunden täglich). Das Ergebnis war das Start-up Tapari, das sie zusammen mit ihrem Geschäftspartner Pedro Alves Zipf 2024 gründete. Der bildschirmfreie Ansatz ist gerade für den Kleinkindbereich hochrelevant, denn viele Eltern suchen heute nach Lösungen, die eine ausgewogene Mediennutzung ermöglichen, ohne Kinder komplett von digitalen Inhalten abzuschneiden. Tapari ist eine Alternative, die Technik nutzt, ohne sie in den Mittelpunkt zu stellen.
Für den Fachhandel liegt der besondere Reiz von Tapari in seiner modularen Struktur. Die technische Basis wird einmal erworben, während das System über Spielwelten mit Figuren, auflegbaren Themenoberflächen und damit verknüpften digitalen Inhalten erweitert wird. Das eröffnet gleich mehrere Chancen: wiederkehrende Umsätze über zusätzliche Inhalte, Erweiterungswelten und Figuren, aber auch eine stärkere Kundenbindung durch ein System, das mit dem Kind mitwachsen kann. Zugleich adressiert Tapari einen Trend, der auch im Handel zunehmend an Bedeutung gewinnt: ein hochwertiges Spielkonzepte mit erkennbarem pädagogischem Mehrwert, der sich durch die Geschichten ergibt. Das Produkt verbindet also Storytelling, aktives Spiel und einen bewussten Umgang mit einem digitalen Mediu, hebt sich damit aber von schnell konsumierbaren, rein effekthaften Angeboten ab.
Auch für Kitas ist das Konzept interessant, wie erste Praxistests bewiesen haben. Tapari wurde über mehrere Tage hinweg in verschiedenen Kindergärten eingesetzt mit überwiegend positiver Resonanz. Die Kinder spielten die Geschichten nicht nur durch, sondern entwickelten sie eigenständig weiter. Gleichzeitig zeigte sich ein Effekt, der für pädagogische Fachkräfte besonders spannend ist: Tapari fördert Aushandlungsprozesse. Kinder müssen gemeinsam Entscheidungen treffen, diskutieren und Kompromisse finden. Erzieherinnen und Erzieher nehmen dabei meist eine moderierende Rolle ein. Unterstützt wird das durch ein pädagogisches Begleitkonzept mit Reflexionsfragen und weiterführenden Aktivitäten. Geschichten dienen somit nicht nur der Unterhaltung, sondern sind auch Ausgangspunkt für Gespräche, kreative Aufgaben oder thematische Vertiefungen.
Aktuell ist Tapari noch in der finalen Entwicklungsphase. Erste Prototypen sind im Einsatz, die Industrialisierung läuft und es werden noch Investoren gesucht. Doch perspektivisch denkt das Team bereits weiter: Mehrsprachige Inhalte, unterschiedliche Schwierigkeitsstufen oder vereinfachte Sprachversionen könnten das System künftig noch inklusiver machen. Gerade für heterogene Gruppen in Kitas wäre das ein spannender nächster Schritt.
Und auch für die Lizenzbranche bieten sich hochinteressante Anknüpfungspunkte, denn Tapari ist nicht auf eine einzelne Erzählwelt festgelegt. Die Plattform ist so konzipiert, dass sich unterschiedliche Story-Universen auf derselben technischen Basis umsetzen lassen. Damit wird das Produkt auch für Rechteinhaber spannend, die nach neuen, sinnvollen Wegen suchen, ihre Marken im Kita- und frühen Grundschulalter erlebbar zu machen. So könnte Tapari bekannten Lizenzwelten eine zusätzliche Dimension verleihen: Kinder hören nicht nur Geschichten, sondern bewegen sich mit ihren Lieblingsfiguren durch eine Spielwelt, treffen mit ihnen Entscheidungen und erleben diese Geschichten räumlich und haptisch. Besonders IPs mit starkem Weltbau, klaren Charakteren und hohem Wiedererkennungswert wären ideal geeignet. Das Potenzial ist immens.
Trotz der vielen denkbaren Ausbaustufen bleibt das Team fokussiert. Erste limitierte Editionen sind bereits in Vorbereitung, um früh mit Nutzern in den Markt zu gehen. Der breite Markteintritt soll im Frühjahr 2027 folgen mit einem Fokus auf Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren. Doch da Tapari bereits alle Voraussetzungen für Partnerschaften und Kollaborationen aus dem Licensing, Erziehung und Pädagogik mitbringt, ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um mit dem Gründerteam ins Gespräch zu kommen!

tapari.de


Pedro Alves Zipf und Jennifer Rink sind die Köpfe hinter Tapari. Alves Zipf verantwortet die technische Umsetzung, Systemarchitektur und die Hard- und Softwareentwicklung, während Rink die Produktvision, User Experience, das Storytelling und den Außenauftritt prägt. Gemeinsam entwickeln sie das System weiter und verbinden technologische Innovation mit kreativem Design und interaktiven Spielerlebnissen.

Das Team ist offen für Gespräche mit potenziellen Investoren und Partnern aus Handel, Licensing, Erziehung und Pädagogik: info@tapari.de