NürnbergMesse startet in die Zukunft
Der Aufsichtsrat der NürnbergMesse GmbH gab grünes Licht für das Zukunftsprogramm des Messegeländes. Dieses soll künftig nachhaltiger, digitaler und flexibler werden. Und dank zweier Bienenvölker jetzt nun auch ein Stück lebendiger. Ein integratives Projekt, das im kommenden Jahr süße Ergebnisse liefern soll.


Der Aufsichtsrat und die Gesellschafter der NürnbergMesse GmbH haben in einer Sitzung Ende November nun den Einstieg in ein Zukunfsprogramm besiegelt, dass das bestehende Messegelände in Nürnberg nachhaltiger, digitaler und noch flexibler machen wird. Im Zentrum stehen dabei die Modernisierung der Frankenhalle sowie der Neubau der Halle 3 mit vorgelagertem Eingangsgebäude. Über eine halbe Milliarde Euro wird die NürnbergMesse allein in den nächsten zehn Jahren dafür aufwenden. Beim künftigen Betrieb der neuen Gebäude steht die Nachhaltigkeit im Vordergrund. „Mit ihren Hallen 3A und 3C hat die NürnbergMesse vor einigen Jahren echte Leuchttürme für die Messestadt Nürnberg in puncto Nachhaltigkeit und Architektur geschaffen. Die Planungsmaßnahmen, die wir heute beschlossen haben, setzen diesen Weg zum Wohle unserer Kunden weiter fort“, so der Nürnberger Oberbürgermeister und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Marcus König.
Die 1984 erbaute Frankenhalle (Halle 11) wird bis zum Ende dieses Jahrzehnts stufenweise unter Berücksichtigung des laufenden Veranstaltungsbetriebs modernisiert, um neue flexible Nutzungsmöglichkeiten für Messen, Conventions und Events zu schaffen. Anschließend wird die über 50 Jahre alte Halle 3 durch einen Neubau ersetzt. Das neue Gebäude zwischen den bestehenden Hallen 3A und 3C soll dann über eine deutlich gesteigerte Energieeffizienz und Funktionalität verfügen. Ein neuer moderner Eingang Süd wird das Messezentrum nach Süden öffnen und damit die Besucherführung – insbesondere zwischen dem Neubau und den Hallen 3A und 3C – sowie die logistische Versorgung der Hallen verbessern.

Mit Bienen zu mehr Inklusion
Seit diesem Jahr arbeiten die NürnbergMesse und noris inklusion zusammen, um Inklusion zu fördern und voneinander zu lernen. Eines der gemeinsamen Projekte ist seit dem Spätsommer am nördlichen Rand des Messegeländes zu finden: Zwei Bienenvölker haben dort ihr neues Zuhause bezogen.
Noris Inklusion bietet seit über 40 Jahren Menschen mit Behinderung eine sinnstiftende Beschäftigung in sechs Produktionsstätten in Nürnberg, darunter auch die Imkerei. Künftig übernehmen die Mitarbeiter die Betreuung der Bienenvölker direkt auf dem Gelände der NürnbergMesse. So entsteht ein Ort, an dem ökologisches Engagement und soziale Teilhabe auf besondere Weise zusammenwirken.
Die Bienen leben artgerecht in Holzbeuten und profitieren vom vielfältigen Nahrungsangebot Dutzendteich-Gelände. „Die Umgebung rund um das Messegelände bietet unseren Bienen ausreichend Nahrung und einen geschützten Lebensraum“, erklärt Michael Volland.
Seit Ende August wohnen die beiden Bienenvölker auf dem Messeglände und werden wöchentlich von den Mitarbeitern der noris inklusion betreut. Mit Blick auf die kommende Saison steht bereits fest: Im Sommer 2026 kann der erste Honig der Messe-Bienen geerntet und verarbeitet werden. Langfristig soll er nachhaltig aufbereitet und an Kundinnen und Kunden der NürnbergMesse verschenkt werden. Damit wird das Projekt zu einem greifbaren Beispiel dafür, wie ökologische Verantwortung und soziale Teilhabe Hand in Hand gehen können.
