Revell

Ein Unternehmen erfindet sich neu

Ob zu Land, zu Wasser oder in der Luft – Revell-Bausätze halfen Generationen von technikambitionierten Jungs, die Welt zu erobern. Sogar vor dem Weltraum machten die Bünder Pioniere nicht Halt. Und in Zeiten, in denen der Modellbau totgesagt wurde, widmete sich das Unternehmen mit großem Erfolg der Generierung nachwachsender Zielgruppen und tut dies noch. Eine Strategie, die Revell aus dem Dasein des „Hidden Champion“ in völlig neue Welten katapultiert und Zeichen setzt.

Spielspaß für Kids und für die ganze Familie: ein Blick ins 3D-Puzzle-Sortiment

Die Unternehmensgeschichte der 1956 gegründeten, deutschen Revell-Tochter kann als „modellhaft“ bezeichnet werden. Die Revell GmbH hat Höhen und Tiefen, Eigentümerwechsel und Marktbereinigung unbeschadet überstanden und gilt heute als Taktgeber für das Segment Modellbau. Seit der Übernahme durch den Investor Quantum Capital Partners (QCP) ist Bünde das Headquarter des global agierenden Unternehmens. Im Sommer 2018 wird die Revell USA aus der Taufe gehoben. Dieser Schritt markiert den eigenverantwortlichen Wiedereinstieg der Westfalen in das USA-Geschäft und noch mehr: Revell erweist sich als potenzieller Branchen-Leader – das Unternehmen wagt erfolgreiche Exkursionen in junge und jüngste Zielgruppen und inspiriert so nachhaltig das Segment Modellbau mit frischen Ideen und innovativen Konzepten. Produkte für Pre-School, für Kids und junge Erwachsene sowie eine gezielte Akquise ambitionierter „Noch-Nicht-Modellbauer“ verleihen der Marke wichtige neue Akzente und Impulse ohne sie zu überladen. Revell hat aus seiner Geschichte gelernt und ist sich der Strahlkraft der Marke bewusst. Das Unternehmen wird sich künftig als Lizenzgeber in passenden Bereichen positionieren. Auch die Herausforderungen, die eine disruptive Handelslandschaft stellt, nimmt Revell proaktiv an: Der Ausbau des Revell-Webshops zu einem Mehr-Marken-Portal setzt Zeichen für den Gesamtmarkt Modellbau und verwandte Segmente.
Revell spürt deutlichen Rückenwind: Mit der cleveren Level-Gestaltung des Mo-dellbauprogramms, dem erfolgreichen Aufbau der „Junior Kit“-Spielwelt und dem weiteren Ausbau der Pre-School Produktrange ist Revell strategisch für die Zukunft gut aufgestellt und treibt Innovationen wie „Revellino“ voran.

Mit dem erfahrenen Spielwarenmann Stefan Krings als Geschäftsführer wird heute das weltweite Geschäft, inklusive Nordamerika, von Bünde aus gesteuert. Krings ist krisenresistent und -erprobt. Der Rheinländer erkannte früh die Chancen, die QCP der Traditionsmarke bietet: „Revell freut sich, mit Quantum Capital Partners einen starken Partner an seiner Seite zu haben, der das Unternehmen bei seinem weiteren Wachstum unterstützt“, ließ der Geschäftsführer kurz nach der Übernahme verlauten.
Was unter dem Dach von Revell vorstellbar und machbar ist, wird die Zukunft zeigen. Einen kleinen Vorgeschmack auf die hohe Innovationskraft und den unternehmerischen Wagemut der Bünder bietet diese Titelgeschichte. Sie zeichnet nach, wie Revell sich derzeit auf beeindruckende Art und Weise als international erfolgreiche Spielwarenmarke erweist. „Auf dieser Stärke werden wir aufbauen und die Marke mit ihrer einzigartigen Positionierung als Modellbauanbieter und Spielzeughersteller weiter entwickeln“, blickt Stefan Krings optimistisch in die Zukunft. Heute ist Revell weit mehr als ein Synonym für Plastikmodellbau. Das Unternehmen integriert in seiner Produktpalette Bastelspaß für Mehrgenerationen, Grenzüberschreitendes aus Modellbau und Spielware, klassische Model Kits und zugkräftige Lizenzen. Es gibt viel Neues zu berichten aus Bünde ...

revell.de

Playset Feuerwehrstation von Junior Kit

„Wir haben unsere Marke gezielt verjüngt und für Kids cooler gemacht“ Stefan Krings, Geschäftsführer Revell

Invest und Innovation

Er war der Wunschkandidat des früheren Revell-Geschäftsführers Hans Ulrich Remfert. Dessen Gespür erwies sich als richtig. Stefan Krings, vom Alter her zur Revell-Wunschzielgruppe zählend, bringt Standing und frischen Wind nach Bünde.

Herr Krings, im Oktober 2018 standen Sie uns schon einmal für ein Gespräch zur Verfügung. Damals hatten Sie gerade die Revell USA LLC gegründet, die Formen nach Bünde geholt und Ihr Satz „die Revell-Ideen-Werkstatt, unser Kopf und Herz ist in Bünde“ ist mir noch in guter Erinnerung. Wie läuft der Wiedereinstieg von Revell ins USA-Geschäft?
In den USA haben wir derzeit einen Marktanteil von über 50 Prozent. Wir sind 2018 vorsichtig mit jetzt drei Leuten vor Ort gestartet. Das hat sich als richtig erwiesen. Wir konnten alle Kunden zurückgewinnen und sogar einen neuen Kunden akquirieren. Unsere gesetzten Ziele haben wir so übertroffen, USA macht zwölf Prozent des Umsatzes der Gesamtgruppe, es ist ein ertragreicher Markt. Und wir haben noch viel vor. Wir wollen erstmals auch Zubehör in USA anbieten, wollen Online zulegen und auch aktiv ins Lizenzgeschäft einsteigen.

Inwieweit ist Revell von den derzeit herrschenden Handelsembargos betroffen?
Wir haben keine Strafzölle im Bereich Modellbau zu erwarten, da sind wir safe. Was den Brexit betrifft, haben wir vorgebaut und eine Firma in England gegründet.

Der Industrie brechen Verkaufsflächen weg, das hat Auswirkungen auf die Vertriebspolitik. Ein userfreundlicher Web-Shop, der vom Kunden „gefunden“ wird, gehört heute dazu. Sie bieten auf Ihrem Portal auch andere Marken an ...
Auf Anregung der Konsumenten haben wir einen konzertierten Auftritt geschmiedet, der Sortimentskompetenz beweist, weil auch andere Marken partizipieren, die uns den Vertrieb überlassen. Online ist das relativ einfach umzusetzen. Wir wollen Modellbauer generell ansprechen, die sich früher mühselig alles zusammensuchen mussten. Auf unserem Web-Shop findet man jetzt Hobby Boss oder auch Produkte von Eduard für all jene, die ihr Revell-Modell pimpen wollen. Und wir bieten alles zum UVP an, so dass der Handel auch mit unserem Modell leben kann.

Was hat sich konkret am Standort Bünde verändert?
Wir haben am 1. Januar dieses Jahres unser gemietetes Hochregallager outgesourct und arbeiten nun mit M+F Logistik aus Nordhorn in der Großkommissionierung zusammen, mit denen wir schon seit einigen Jahren unser UK-Geschäft abwickeln. Der Fachhandel wird weiterhin von unserer Zentrale aus in Bünde beliefert. Die Umstellung hat bislang gut funktioniert und wir waren durchgängig lieferfähig. Dann investieren wir in ein neues ERP-System, welches unsere IT auf den neuesten Stand bringt. Sie sehen, wir arbeiten konsequent unseren geplanten Maßnahmenkatalog ab.

Ist Revell Deutschland auch, was die Zahlen angeht, im Plan?
Wir haben das erste Quartal des Jahres hinter uns, das zweite läuft, und wir sind auch, was die Zahlen angeht, im grünen Bereich, sprich, im Plan. Wir hoffen natürlich, dass der Jahresverlauf ebenso stabil weitergeht. Vieles hat man ja nicht in der Hand.

Sie sagen es. Die Kategorie Boys Toys entwickelt sich weltweit negativ, das sind keine guten Rahmenbedingungen für Aufschwung. In welchem Bereich können Sie mit Revell aufholen?
Wir sprechen mit unserer Produktpalette mittlerweile gezielt Kunden jeden Alters an. Revellino, eine Revell-Eigenentwicklung, adressiert mit „My first RC-Cars“ bereits Kids ab zwei Jahren. Für Junior Kit schalten wir erstmals vor Weihnachten eine TV-Kampagne auf den relevanten Kinderkanälen, das ist für uns ein Rieseninvest. Mit unserem easy-click-System sprechen wir gezielt erwachsene Einsteiger an. Und in unsere 3D-Puzzles setzen wir große Hoffnung, wir sind mit 18 Artikeln am Start. Vor allem das wunderschöne Modell Notre Dame als Masterpiece-Version wird als Reminiszenz an die herrliche Kathedrale in Paris, die vom Feuer erheblich beschädigt wurde, zu Weihnachten ein Renner werden.

Also gehen Sie für Revell von guten Umsatzprognosen aus?
Wir tun zumindest alles dafür. easy-click werden wir auch in die USA bringen, auch Revell-Zubehör wird es dort geben. In den USA haben wir derzeit einen Marktanteil von über 80 Prozent, in England sind wir Marktführer. Wir trennen uns von Sortimenten, die unprofitabel sind und setzen auf Innovationen wie die 3D-Puzzles. Mit Revellino kommen wir früh in die Kinderzimmer, mit easy-click schließen wir die Lücke zum Modellbauer. Ich denke, mit diesem Sortimentskonzept und unserer bekannten Marke sind wir für den Handel sehr attraktiv.

Revell ist also eine sichere Bank ..?
... und eine gute Geldanlage. 20 Jahre alte Revell-Packungen werden teuer gehandelt. Und unsere Sammler-Edition des Revell Buches mit goldenem Trabant zum Zusammenbauen ist ein echtes Schätzchen für Liebhaber und echte Revellistas.

Das sind gute Vorzeichen für die Zukunft. Wo wollen Sie mit Revell Ende 2019 umsatzmäßig stehen?
Da wage ich heute keine Prognose. Dafür sind die Zeiten zu unsicher. Wir sind keine Überflieger, wir setzen eher auf stetiges Wachstum und besetzen unsere Märkte mit attraktiven neuen Themen, um vor allem auch global zu wachsen. Auf das Thema Lizenzen setze ich große Hoffnung. Wir werden künftig auch selbst als Lizenzgeber fungieren und mit The Brand Residence haben wir eine Agentur, die uns berät und hervorragende Expertise bietet, an Bord. Sie sehen, wir laden die Marke Revell immer neu auf, sie hat so viel Strahlkraft, da mache ich mir keine Sorgen um unsere Zunft.

Herr Krings, ich bedanke mich für das Gespräch!

Revell hat die Lizenz zum …

Revell hat eine langjährige und positive Erfahrung als Lizenznehmer. Wir hatten immer ein Händchen für gute, zugkräftige Lizenzen, die unseren Produkten Schub verliehen haben, man denke nur an Star Wars. Aktuell hat für uns Super Wings ein hohes, ausbaufähiges Potenzial. Nun wollen wir „mit unserem Pfunde wuchern“ und selbst als Lizenzgeber fungieren. Wir befassen uns schon geraume Zeit mit diesem Gedanken, ausgehend von der Kraft unserer Marke und der Message, für die sie bei unseren Kunden und Fans steht. Bei der Umsetzung und der Suche möglicher Partner berät uns eine Agentur. Denkbare Felder, die wir besetzen könnten, gibt es viele. Sei es Textil, sei es im weitesten Sinne im technischen Bereich – wir freuen uns auf die ersten Lizenznehmer und 2020 wissen wir mehr.
Andreas Bittlinger,
Director Marketing Revell

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Die international agierende Beteilungsgesellschaft Quantum Capital Partners (QCP) mit Hauptsitz in München, die 2018 Revell GmbH erworben hatte, hat die Gesellschafteranteile der österreichischen Stadlbauer Marketing & Vertrieb GmbH (SMV) zu 100 Prozent aufgekauft und stärkt so seine Position im Spielwarenmarkt weiter. Der Abschluss der Transaktion steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der notwendigen kartellrechtlichen Genehmigung. Stadlbauer ist mit der Marke Carrera Weltmarktführer und der Inbegriff für Autorennbahnen. Unter der Marke Carrera RC entwickelt und vertreibt SMV außerdem ferngesteuerte Spielware jeglicher Art (Autos, Flugzeuge, Drohnen, Boote). Zur SMV gehören weitere bekannte deutsche Spielwarenmarken wie der Seifenblasenhersteller Pustefix und die Puppenmanufaktur Schildkröt. Die neu geschaffene Gruppe, bestehend aus den Marken Carrera, Revell, Pustefix und Schildkröt, weist einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro auf und wird von Stefan Krings geführt. Der Geschäftsführer der Revell GmbH wird das Tagesgeschäft bei SMV zusammen mit dem bestehenden Managementteam leiten,
Dr. Norbert Frömmer agiert weiterhin als Geschäftsführer in der Stadlbauer Gruppe. Die Familie Stadlbauer wird beratend tätig sein.

Fit in jedem Element

Revell-Produkte sind an Land, im Wasser und in der Luft zu Hause. Mit ihnen bespielen seit über 60 Jahren Kinder und Erwachsene ihre Lieblingsmodelle. Technisch ausgereift, cool und qualitativ hochwertig, dafür steht Revell gestern wie heute.

 

Im Bereich des klassischen Modellbaus präsentiert Revell 2019 Neuheiten aus allen Bereichen. Im Frühjahr startete die Lufthansa-Flotte im neuen Design, alle Modelle der Airline werden mit neuer Lackierung versehen. Im zweiten Halbjahr geht der Airbus A320 Neo als komplette Neuentwicklung an den Start.
Die Fun-Drohne „Magic Mover“ vereint innovative Technik mit coolem RC-Game. Die Drohne wird einfach in die Luft geworfen und schon startet das magische Game 

Das neue Amphibien-Fahrzeug Nepturn von Revell Control beherrscht gleich zwei Elemente, das Revell Control RC-Boot Police ist mit allen Wassern gewaschen

 

 

 

 

 

Der X-TREME Quadrocopter ‚Marathon‘ bietet erstaunliche 30 Minuten Flugspaß ohne Leistungsverlust. Dieser Dauerflieger eignet sich für alle Piloten, denen purer Flugspaß besonders wichtig ist

RC zum Kuscheln, das ist Revellino, eine neue Marke, die das Pre-School-Segment von Revell bereichert. Technik-Fans ab zwei Jahren können sich jetzt an der Fernsteuerung austoben. Umhüllt von flauschigem Qualitätsplüsch der Firma Heunec und mit kindgerechter Handhabung sind die neuen RC-Fahrzeuge echte Renner

Bauen, Schrauben, Spielen, das ist Junior Kit von Revell. Konstrukteure ab vier Jahren können ihr Spielzeug im Handumdrehen selbst bauen. Die erfolgreiche Pre-School Linie geht im Frühjahr mit einer TV-Lizenz weiter: Mit Super Wings von Super RTL gibt Junior Kit Gas, auch ein Adventskalender ist im Herbst geplant

Da ist Musik drin: Revell feiert die Legenden der Musikgeschichte. 2018 konnte Revell mit dem AC/DC Tour Truck bei Modellbauern ebenso punkten wie bei den Fans der legendären Rockband. 2019 führt Revell die erfolgreiche Band-Merch-Produktreihe unter anderem mit dem Tour Truck im KISS-Design fort

Mit dem grünen Deutz D30 setzt Revell einen weiteren populären Oldtimer-Traktor um. Dank des easy-click-systems ist auch bei diesem Modell Bastelspaß für alle garantiert

Puzzle-Spaß hoch drei, das sind die 3D-Puzzles, mit denen sich Kinder und Erwachsene die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt nach Hause holen

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