Safety

Babybarriere

Es passiert blitzschnell und viel zu häufig. Der Windeleimer wird kurz geöffnet oder die Feuchttücher stehen nichtgriffbereit neben dem Wickelkind. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – und das Kind stürzt von der Wickelstation. Ein Münchner Elternpaar hat nun einen Rundumschutz auf den Markt gebracht, der das Kind automatisch sichert, sobald sich der Erwachsene vom Wickeltisch entfernt.

Steffi und Mark Schleicher wurden kreativ, damit auch der eigene Nachwuchs sicher aufwächst. Schutzmodus: Steht niemand auf dem Trittbrett, ist die Wickelfläche von vier Kanten umschlossen. Wickelmodus: Tritt man auf das Brett, liegt die vordere Schutzklappe an der Kommode flach

Schätzungen zufolge stürzt etwa jedes dritte Kleinkind von der Wickelkommode. Diese Zahlen zeigen, dass viele Eltern die Beweglichkeit ihrer Kinder und die damit verbundene Gefahr nicht richtig einschätzen. Oft gehen solche Stürze glimpflich aus, aber es kann auch zu sehr ernsten Verletzungen kommen. Denn der Kopf ist bei unter Einjährigen im Vergleich zum Körper noch überproportional groß und schwer – und damit auch verletzlich. In jedem Fall sitzt der Schreck tief und die Eltern machen sich noch lange heftige Vorwürfe.

Eine Wickelkommode, die „mitdenkt“

Steffi und Mark Schleicher – heute selbst Eltern von zwei Kindern – wollten das Risiko von Unfällen beim Wickeln bewusst umgehen. Für ihr Unternehmen Miniwim konzipierten sie sowohl eine Wickelkommode als auch eine Wickelauflage, deren intelligenter Mechanismus aktive Babys vor dem Herunterfallen schützt. Steht man auf einem Trittbrett vor der Kommode, liegt eine zusätzliche vierte Schutzleiste an der Frontseite der Kommode flach. So kann man das Kind bequem wickeln. Entfernt sich der Erwachsene von der Kommode und verlässt dabei das Trittbrett, schnellt die Schutzleiste automatisch hoch. Das Kind auf der Wickelfläche ist nun von allen vier Seiten geschützt.
Zum zusätzlichen Schutz sind die Kanten der formschönen Kommode auch noch abgerundet. Außerdem verhindern Abstandshalter, dass sich das Baby oder Geschwisterkinder die Finger einklemmen. Die Kommode gibt es wahlweise mit drei geräumigen Schubladen oder Einlegeböden mit und ohne Türen. Nach der Wickelzeit lässt sie sich mit wenigen Handgriffen zu einer „normalen“ Kommode fürs Kinderzimmer umbauen.
Für schon bestehende Kommoden gibt es den Wickeltischaufsatz von Miniwim, der einfach aufgebaut wird. Er funktioniert nach dem gleichen Prinzip und ist in der Breite verstellbar. Beide Produkte, die Kommode in verschiedenen Ausführungen und der Wickeltischaufsatz, werden in Tschechien aus Spanplatten und MDF gefertigt. 

miniwim.de
Lioba Hebauer

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