Impuls Soziales Management

Was Eltern wollen

Bedürfnisse von Eltern und gesellschaftliche Rahmenbedingungen verändern sich – wie, das evaluiert Impuls Soziales Management mithilfe einer jährlichen Befragung sowie externer Studien. Gleichzeitig bleibt der Wunsch nach Wärme und Geborgenheit in der Kinderbetreuung bestehen. Fleur Lüthje, Geschäftsleitung Unternehmensentwicklung zeigt auf, was Eltern heutzutage wichtig ist und welche Angebote unterstützend sind.

Was Eltern von heute häufig fehlt, ist Zeit – Zeit für die Kinder, Zeit für den Beruf, Zeit für sich selbst. Das ist eine Kernaussage der Studie „Die geforderte Generation – Ein Portrait der sozialen Mitte“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Etwa ein Drittel der Befragten gab an, es hätte Probleme, Familie und Beruf zu vereinbaren. Frauen haben laut der Studie „Partnerschaftliche Vereinbarkeit – Die Rolle der Betriebe“ des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) noch immer die Befürchtung, dass berufliche Pläne und Bedürfnisse hinten anstehen müssen, wenn sie sich für Kinder entscheiden. Väter wollen hingegen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, schrecken aber oft davor zurück, die Arbeitszeit zu reduzieren. In der Studie des WZB gaben 56 Prozent der befragten Männer an, sich aus finanziellen Gründen gegen eine Verringerung der Arbeitszeit entschieden zu haben. 46 Prozent äußerten die Sorge, keine passende Stelle mit weniger Stunden zu finden und somit einen Teil der Karriere einbüßen zu müssen. Eine praktikable Lösung, um dem Bedürfnis nach einer partnerschaftlichen Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu begegnen, könnten Teilzeitmodelle mit gleichen Aufstiegschancen für Mütter und Väter sein.
Eine familienergänzende Kinderbetreuung unterstützt ebenfalls den Wunsch nach partnerschaftlicher Vereinbarkeit: Laut der Studie des BMFSFJ sind Mütter, die eine externe Kinderbetreuung nutzen, häufiger erwerbstätig und erzielen außerdem ein höheres Einkommen. Die Berufsarbeit der beiden Elternteile ist ebenfalls meist gleich oder zumindest weniger ungleich aufgeteilt. Davon profitieren im Falle betrieblicher Kinderbetreuung nicht nur die Familien, sondern auch die Arbeitgeber. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig verwies im Rahmen der WZB-Studie auf die positiven Nebeneffekte einer familienfreundlicheren Unternehmenskultur: Der Betrieb werde durch mehr Bereitschaft zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Arbeitnehmer hinsichtlich Familie mit wesentlich höherer Firmenloyalität belohnt. Außerdem steigere er nach außen hin seine Attraktivität als Arbeitgeber.
Gesellschaftliche Veränderungen stellen neue Anforderungen an Eltern. Beispielsweise ist die Zahl der Alleinerziehenden gestiegen: Mehr als 2,3 Millionen minderjährige Kinder leben heute in dieser Familienform. Meist sind es die Mütter, die gleichzeitig arbeiten und sich um die Erziehung der Kinder kümmern. Die bedarfsgerechten und flexiblen Betreuungszeiten in unseren Kindertageseinrichtungen sind daher für alleinerziehende Elternteile von besonderer Bedeutung, um Kinder und Job unter einen Hut zu bekommen. Dieses Angebot spricht ebenfalls Eltern an, die keinem Nine-to-Five-Job nachgehen, sondern Schichtdienst leisten.
Die Befragten der Studie des BMFSFJ stellten außerdem fest, dass in der Gesellschaft ein hoher sozialer Druck herrsche, Eltern möglichst perfekt sein und ihre eigenen Bedürfnisse zugunsten der Kinder zurückstellen sollen. Bei der Elternarbeit in unseren Kinderbetreuungseinrichtungen nehmen die pädagogischen Fachkräfte solche Unsicherheiten ernst und stärken die Eltern in ihrer Rolle, beispielweise während der Tür- und Angelgespräche, der Elternabende oder in den Entwicklungsgesprächen.
Geforderte Flexibilität im Beruf, aber auch der Wunsch nach Selbstverwirklichung, sorgen häufig dafür, dass Eltern die Heimatstadt verlassen und räumlich von den Großeltern getrennt sind. Die weiten Distanzen erschweren die spontane oder regelmäßige Unterstützung bei der Kinderbetreuung durch Oma und Opa. Umso wichtiger ist es, dass unsere pädagogischen Fachkräfte Eltern unterstützen und den Kindern Wärme und Geborgenheit vermitteln. Unsere jährlich stattfindende Elternbefragung liefert einen sehr guten Eindruck davon, was Eltern wirklich für ihre Kinder und sich wollen. Dabei zeigen sich klar definierte Vorstellungen, was eine gute Kinderbetreuung ausmacht. Eltern schätzen den empathischen Umgang der pädagogischen Fachkräfte mit Kindern. Merkmale wie Vertrauen oder ein liebevoller Umgang sind für sie unerlässlich. Diesen Bedürfnissen zu begegnen, verstehen wir als unseren Auftrag, den wir bei Impuls Soziales Management in 35 Kinderbetreuungseinrichtungen deutschlandweit täglich erfüllen.

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Fleur Lüthje

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