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Ratgeber

Konstruktives Miteinander

Bei der Ausübung ihrer pädagogischen Arbeit haben Erzieher*innen auch regelmäßig mit den Müttern und Vätern ihrer kleinen Schützlinge zu tun und sind damit das Bindeglied zwischen Kindern und Eltern. Wie wichtig ein gutes und möglichst konfliktfreies Miteinander in dieser Beziehung ist, weiß Stefan Schultz, erfolgreicher Gründer und Träger von fünf Kitas im Raum Berlin. Seine Tipps auf diesen Seiten sorgen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Erzieher*innen und Eltern in der Kita.

Stefan Schultz ist seit 13 Jahren Geschäftsführer eines Kita-Trägers in Berlin. Er hat insgesamt fünf eigene Kitas gegründet und im Laufe der Jahre 13 Gründerinnen und Gründer beraten. In seinen Seminaren geht Stefan Schultz auf die wesentlichen Aspekte ein, die eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Erzieher*innen und Eltern im Kita-Alltag möglich machen.

Der Blick hinter die Kulissen

Das typische Bild der einträchtigen Vater-Mutter-Kind-Konstellation, wie es beispielsweise in der Werbung suggeriert wird, ist nicht alltäglich. In der Realität gibt es die unterschiedlichsten Arten von Familien. Diese einzelnen Strukturen können die Zusammenarbeit zwischen Erzieher*innen und Eltern erheblich beeinflussen. Alleinerziehende Väter oder Mütter haben es in ihrem Alltag oft schwer, Kind und Beruf harmonisch miteinander zu vereinen. Hier sind Verständnis, Empathie und eine erhöhte Kooperationsbereitschaft seitens der Erzieher*innen überaus wertvoll. Insbesondere bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Kita und Eltern erforderlich, aber nicht immer möglich oder gewollt.

Vertrauen schaffen

Ein fruchtbares, konstruktives Miteinander fußt immer auf einer soliden Vertrauensbasis, daher spielen Transparenz und eine offene Kommunikation eine zentrale Rolle. Ebenso wichtig sind in diesem Zusammenhang die gegenseitige Wertschätzung und der Respekt. Auch bei schwierigen Dingen oder Problemen den Dialog zu suchen und gemeinsam Lösungen zu finden, ist mit Blick auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieher*innen elementar.

Objektivität und Individualität

Es ist denkbar, dass zwischen Menschen die Chemie einfach nicht stimmt. Das Risiko, dass Konflikte entstehen, ist daher sehr wohl auch im Kita-Alltag gegeben. Eine gepflegte Kommunikation und die Bereitschaft, Themen auf sachlicher Ebene fokussiert anzugehen – das macht ein fruchtbares Miteinander ebenfalls aus. Für Erzieher*innen bedeutet das mitunter auch, die unterschiedlichen Sichtweisen von Müttern und Vätern wahrzunehmen und zu akzeptieren. Auch die Berücksichtigung individueller Möglichkeiten, Ressourcen und Aktivitäten seitens der Eltern ist hierbei wichtig.

Bedarfsgerechtes Angebot

Die Bedürfnisse von Kindern sind stets individuell zu betrachten. Kinder, die in ihrem Elternhaus liebevoll unterstützt und gefördert werden, haben andere Ansprüche und Wünsche als solche, die in sozial schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Sportliche Jungs und Mädels wiederum wollen ein anderes Kita-Angebot als Kinder, die gern musizieren oder singen. Daher sollte eine Kita mit modernem pädagogischem Konzept ein möglichst breit gefächertes Angebot bereitstellen. Um es allen Kindern und ihren Eltern zu ermöglichen, daran teilzunehmen, ist nicht zuletzt ein individuelles Zeitgefüge wichtig. Auch hier sind Kommunikation und Transparenz wichtig.

Schriftliche und mündliche Kommunikation

In den meisten Kitas werden besonders wichtige oder außergewöhnliche Informationen schriftlich an die Eltern ausgegeben. So gibt es in den jeweiligen Einrichtungen Post- oder Brieffächer oder die Kleinen nehmen die Info-Blätter, Broschüren und Schreiben mit nach Hause. Das Problem ist, dass die schriftlichen Informationen manchmal verloren gehen. Manche Väter und Mütter könnten sich zurückgesetzt oder gar ausgegrenzt fühlen, weil sie die betreffenden Informationen nicht erhalten haben. Die direkte Ansprache der Eltern ist daher unverzichtbar. Das stärkt das Vertrauen und fördert das aktive Miteinander.

Positives Feedback

Familiäre Probleme, finanzielle Schwierigkeiten, gesundheitliche Sorgen und viele weitere Faktoren können Eltern und ihren Kids das Leben schwer machen. Daher ist es umso wichtiger, den Kindern im Kita-Alltag Liebe, Aufmerksamkeit, Verständnis und Geborgenheit zu geben. Mit Blick auf ein harmonisches, konstruktives Miteinander zwischen Erzieher*innen und Eltern ist es außerdem hilfreich, den Vätern und Müttern Verständnis und Empathie entgegenzubringen. Bestätigungen sowie vertrauensvolle, motivierende Gespräche schaffen Sicherheit und Wohlgefühl.

Kooperationen sind hilfreich

Der berühmte Blick über den Tellerrand kann maßgeblich zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieher*innen beitragen. Das kreative, sportive, musische oder informative Angebot einer Kita kann in Anlehnung an die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder und Eltern konzeptioniert, abgewandelt und verändert werden. Auch durch Kooperationen mit externen Vereinen, Institutionen, Unternehmen oder Behörden wird dies möglich gemacht. Dabei sollten sich auch Eltern unbedingt aktiv einbringen dürfen. Das wird die Kinder freuen und kann dazu beitragen, dass Väter und Mütter ihr persönliches Netzwerk sukzessive erweitern. Gerade für sozial schwächere Familien sind solche Einflüsse von außen überaus nützlich.

Fazit

Oft müssen nur kleine „Stellschrauben“ gedreht werden, um die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieher*innen fruchtbar und effizient zu gestalten. In den Seminaren von Stefan Schultz können Interessierte mehr über diese Thematik erfahren.

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