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Sicherheit

Mit Kindern sicher unterwegs

Wie findet man den richtigen Kindersitz und was muss man beim Kauf und der Benutzung beachten? Passt auch jeder Kindersitz in jedes Auto? Heino Krüger von der Hamburger Polizei hilft Eltern bei der Entscheidungsfindung.

Sicherheit im Auto ist für werdende Eltern ein wichtiges Thema, denn schließlich wollen sie auch mit dem kleinen Neuankömmling mobil bleiben. Damit sie bei der Wahl des Kindersitzes die richtige Entscheidung treffen können, rät Heino Krüger, einige Dinge im Vorfeld zu klären. Wichtig ist, ob die kleine Familie über ein oder zwei Autos verfügt oder etwa Car Sharing-Angebote nutzt. Dann die Frage, ob der Sitz mit Iso-Fix oder klassisch mit Sicherheitsgurt im Fahrzeug befestigt werden soll. Iso-Fix ist eine starre Verbindung zwischen den Rastarmen, die am Kindersitz oder einer Basisstation befestigt sind, und dem im Fahrzeug fest eingebauten eigentlichen Iso-Fixsystem. Die Testsieger beispielsweise, die einmal im Jahr vom ADAC und von der Stiftung Warentest mittels Prüfverfahren gekürt werden, werden in der Regel mit Iso-Fix befestigt, kommen also für Fahrzeuge ohne Iso-Fix schon mal nicht in Frage.
Antworten auf die Fragen „In wie vielen Fahrzeugen soll der Sitz genutzt werden?
Soll der Kindersitz mit Iso-Fix oder mit dem Sicherheitsgurt befestigt werden?“ geben Aufschluss, welcher Hersteller mit welchem System am besten passt. Viele Hersteller wie Maxi Cosi, Britax, Joie, BeSafe und andere produzieren Sitze, die sowohl mit Iso-Fix als auch mit dem Sicherheitsgurt befestigt werden können. Die Betriebsanleitung der Fahrzeuge gibt Aufschluss darüber, welchen Kindersitz man nach welcher Herstellungsnorm auf bestimmten Plätzen einbauen darf.
Es gibt zwei Zulassungsnormen, nach denen die Sitze hergestellt werden, die Norm ECE 44\04 und die neuere Norm ECE R129, die die ECE 44/04 Norm eines Tages ablösen soll. Bei der Norm ECE R 129 richtet sich die Dauer der Nutzung nach der Größe des Kindes, für den Einbau ist Iso-Fix notwendig, die Modelle werden zusätzlich einem Seitenaufpralltest unterzogen und das Kind muss die ersten 15 Lebensmonate rückwärts gerichtet gefahren werden. Bei der Norm ECE 44/04 wird die Dauer der Nutzung nach dem Gewicht des Kindes bemessen, der Einbau ist mit Iso-Fix oder Sicherheitsgurt möglich und die Crashtest-Auffahrsimulation beinhaltet keinen Seitenaufprall.
Verfügt das Sitzsystem mit Basisstation über einen Stützfuß, darf dieser nicht in jedem Auto auf allen in Frage kommenden Sitzplätzen verwendet werden.
Auf alle Fälle ist es wichtig, sich vor dem Kauf gut zu informieren, denn schließlich muss ein Kind nach § 21a StVO bis zum zwölften Lebensjahr oder einer Körpergröße von 150 Zentimeter im Auto einen geeigneten Kindersitz benutzen. Informationen finden sich auf den Internetseiten der Sitzehersteller, bei Automobilclubs oder beim Fachhändler vor Ort. Dort können die Sitze auch direkt ausprobiert werden. Abstand nehmen sollte man von gebrauchten Sitzen.

Seit mehr als 20 Jahren setzt sich Heino Krüger, dessen Hauptaufgabengebiet bei der Polizei Hamburg die Verkehrserziehung ist, mit dem Thema Kindersitz auseinander. Mittlerweile ist er kompetenter Ansprechpartner auf diesem Gebiet und hält vor Eltern und Großeltern Vorträge zu diesem Thema. Mit den Herstellern von Kindersitzen ist er außerdem in regelmäßigem Austausch über Produkte und Neuerungen.

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