Partyspiele

Partyspaß an sechs Personen

Partyspiele kennzeichnet, dass häufig viele, auf jeden Fall mehr als sechs Mitspieler spielen können. Dazu müssen die Regeln kurz sein und die Spieler etwas von sich preisgeben. So lernt man sich besser kennen.

Was ‘ne Frage
Hier geht es um Alternativen, die eigentlich keine sind, oder doch? Was würde dir mehr fehlen, Wein oder Fantasy? Fragen Sie das einmal einen Gourmand, der Tolkien über alles schätzt. Und darin liegt die Kunst im Spiel. Die Mitspieler müssen vor Alternativen gestellt werden, die es ihnen schwer machen, eine Entscheidung zu finden, denn das Punktsystem belohnt, wenn nicht alle sofort wissen, der trinkt sowieso keinen Wein und liest nur Drachengeschichten. Die weiteren Vorgaben „Was würdest du lieber?“ und „Was findest du schlimmer“ sorgen für Abwechslung. Dazu kommt eine Punktwertung, die leicht kompliziert ist aber Sinn macht. Das Einschätzen der Mitspieler ist wichtig. Birgt Überraschungen!

 

Big Cityz
Die Kosmopoliten am Spieltisch werden angesprochen. Wer die Welt bereist, kennt sich aus und kann punkten. Ein variables Kategoriensystem, das auch noch während des Spiels wechselt, muss gemeistert werden. Insgesamt zwölf Vorgaben werden abgefragt. Wenn man beispielsweise von Shanghai den Kontinent wissen und die Einwohnerzahl annähernd treffsicher schätzen kann, dürfte man bei der Bestimmung des Breitengrades oder des Gründungsjahres vor größere Probleme gestellt sein. Für mehr Punkte darf Risiko gespielt werden, wenn gleichzeitig zwei Kategorien gewusst werden müssen. Und dabei scheitert dann auch mancher Kosmopolit. Geographie-Wissen hilft, garantiert aber nicht den Sieg. Modernes Quizzeln!

 

Kampf gegen das Spiessertum
Hier geht es schwarzhumorig und keinesfalls politisch korrekt zu. Das ist der Sinn und der wird weitestgehend erreicht. Auf die Vorgabe „Ich habe eine XYZ-Phobie.“ können die Spieler Antwortkarten geben wie „Feenstaub“, „Haribo“, „Nackte Omas“, „Kreuzigungen“ oder „Griechen“. Da ahnt man schon, welche Vorurteile geritten werden und wer sich im guten Geschmack beleidigt fühlen wird. All das will aber das Spiel, das nicht zufällig so heißt, wie es heißt. Und wer für diese Art von Humor offen ist, kommt auf seine Kosten. Der aktive Spieler bestimmt die beste Antwort, wenn man auf Siegpunkte spielen möchte. Die schlechteste Antwort muss einen Shot trinken. Auch das passt! Einfaches Assoziieren mit tiefschwarzen Inhalten. Nichts für Zartbesaitete!

 

When I Dream
Träumen und erinnern. Ein aktiver Spieler, der Träumer, bekommt eine Augenmaske aufgesetzt. Die anderen bestimmen eine Traumkarte und geben so einen Begriff vor, zum Beispiel „Würfel“. Jetzt geben die Mitspieler Ein-Wort-Begriffe, die das Traumbild umschreiben, wie „Pasch“, „Quader“, oder „Zucker“. Da so die Lösung schnell und leicht zu erraten ist, sitzen Nachtalben in der Runde, die verwirren. Sie sagen „Kugel“, „Himmel“, „Kuchen“. Und schon gerät der Träumer in Verwirrung. Sandmänner sind auch noch in der Runde, die subtil mal richtige, mal falsche Hinweise geben. Der Spielverlauf gelingt beim schnellen Antwort geben ausgezeichnet, allerdings nur in großer Gruppe ab sechs oder mehr Mitspielern. Rätseln und Raten mit Irrungen und Wirrungen. Traumhaft schön!

 

Extra-Tipp:

Fummelei
Fummelei von Hasbro ist ein bisschen crazy. Mit Bändern werden die Daumen fixiert. So gehandicapt muss jeder malen oder kneten. Das ist nicht einfach und bisweilen ganz schön lustig, vor allem für Familien. Verrücktes Partyspiel!

 

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