Babymoov

Den Müttern verbunden

Mit rund 250 Produkten deckt Babymoov die Bereiche Nahrung, Komfort, Sicherheit, Hygiene und unterwegs ab. Warum das Team rund um die drei Gründer Arnaud Courdesses, Arnaud Thiollier und Laurent Windenberger bei der Entwicklung dieser Produkte großen Wert auf Nähe zu jungen Eltern legt, erläutert Laurent Windenberger im Interview.

Herr Windenberger, jedes Jahr entwickelt Babymoov 30 bis 40 neue Produkte. Wie viele wurden dieses Jahr auf den Markt gebracht und welches Produkt ist Ihr persönlicher Favorit?
Dieses Jahr stellen wir ungefähr 30 Neuheiten vor. Einige von ihnen sind das Ergebnis von zwei bis drei Jahren Arbeit! Ich denke dabei an unsere ganz neue Küchenmaschine, das Nutribaby +, das Produkt, das die Eltern in Deutschland dazu bringen soll, für ihr Baby zu kochen, anstatt ihm Gläschen zu geben.

Und welches Produkt ist der Bestseller von Babymoov?
Babymoov umfasst rund 250 Produkte. Wir liefern direkt oder indirekt in 50 verschiedene Länder. Wenn ich mich für nur ein Produkt entscheiden müsste, würde ich die Babyphones nennen.

Während des Entwicklungsprozesses neuer Produkte legt Babymoov großen Wert auf die Zusammenarbeit mit Eltern. Wie läuft das ab?
Wir haben einen Prozess entwickelt, der sich „Live Open Innovation“ nennt und der den Nutzen der Produkte in den Mittelpunkt der Produktentwicklung stellt. Regelmäßig veranstalten wir so genannte „Innovations-Marathons“, „Fablabs“ oder klassische Meetings. Diese Marketingstrategien finden ihre Anwendung nicht nur in Frankreich, sondern auch in England, Deutschland, Spanien, Asien und den USA.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse, die Sie aus der Zusammenarbeit mit den Eltern gezogen haben? Können Sie uns Produkte nennen, die auf Vorschlag von Eltern entwickelt worden sind?
Am wichtigsten bei der Entwicklung unserer Produkte ist uns, dass sie ihre Anwendung finden. Ihr Produkt kann ein tolles Design haben, aber wenn es nicht an die Bedürfnisse angepasst ist oder nur teilweise, wird der Kunde nicht unbedingt davon überzeugt sein. Beispiel Aquanest (die erste Babybadewanne, die die Temperatur des Wassers auf konstanten 37 Grad hält): Wir konnten beobachten, dass die Eltern ständig die Temperatur des Wassers kontrolliert haben – Aquanest ist also die Lösung.

Haben sich die Bedürfnisse und die Erwartungen der Eltern Ihrer Erfahrung nach während der vergangenen Jahre verändert?
Wir feiern nächstes Jahr unser 20-jähriges Bestehen. 20 Jahre, das ist eine ganze Generation. Unsere heutigen und zukünftigen Kunden sind natürlich nicht die gleichen wie unsere ersten Kunden. Die Eltern von heute lieben Technologie, sie wollen ihre Zeit optimieren, an Flexibilität gewinnen und sehr gute Eltern sein. Gleichzeitig wollen sie aber auch Männer und Frauen bleiben, weiterhin arbeiten gehen und ihre Karriere vorantreiben.

Seit der Gründung ist Babymoov sehr gewachsen. Wo sehen Sie Ihre Firma in der Zukunft?
Wir haben ein zweistelliges Wachstum erreicht und sind Geschäftsführer und Hauptanteilseigner unserer eigenen Gruppe. Wir treffen unsere Entscheidungen selbst und behalten nach wie vor unsere Motivation und Aktivität bei. Unser Ziel ist es, weiter zu wachsen, um im Jahre 2020 zu den fünf führenden europäischen Herstellern von Babyprodukten zu gehören.

Sie wollen auch Ihren Mitarbeitern ermöglichen, Arbeit und Familie miteinander zu vereinbaren. Wie sieht das genau aus?
Unsere Mitarbeiter sind im Durchschnitt sieben Jahre bei uns, 58 Prozent sind Frauen, Durchschnittsalter beträgt 33 Jahre. Das heißt, dass viele bereits Eltern sind. Um den Alltag zu erleichtern und sie bestmöglich zu begleiten, haben wir eine firmeneigene Kita eingerichtet.

www.babymoov.de

Laurent Windenberger

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