Social Design

Ökologisch, nachhaltig und fair produziert

Trifft ökologisch, nachhaltig und fair Produziertes auf soziale Aspekte, dann ist das Thema Social Design mit Leben gefüllt. Viel mehr als ein Trend zeigt sich hier zukunftsorientiertes Denken und Handeln. Die unter diesem Zeitgeist produzierten Ergebnisse stehen für Lifestyle mit ganz besonderem Charakter – vom stilvollen Klassiker bis hin zu bunten, innovativen Ideen.

„Gut gestaltete Werkstattprodukte liegen im Trend, das merken wir an den vielen Anfragen. Jetzt können wir unsere Kollektion auch überregional und sogar international präsentieren: Für uns als Neueinsteiger ist die Ecostyle eine ideale Plattform, um ein kompetentes Fachpublikum zu erreichen“, so beginnt Petra Rohierse, Marketing & Vertrieb bei den Caritas Wendelstein Werkstätten, das Gespräch auf der diesjährigen Tendence-Messe in Frankfurt. Ihre ausgestellten Produkte sprechen für sich: Ob Schiebewagen „Emily“ für kleine Puppenmütter oder das designstarke Ahorn-Tablett mit rutschfester Oberfläche – die Produkte der Caritas Werkstätten Wendelstein werden mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Die Werkstätten, die rund 600 Menschen mit Behinderung als Arbeitsplatz dienen, legen besonderen Wert auf ökologische Verträglichkeit. Zugleich stehen die Produkte für kreatives Design auf der Höhe der Zeit und alltagserprobte Funktionalitäten.
Mit dem „Social Design“-Gedanken steht Petra Rohierse beispielhaft für eine gesellschaftliche Entwicklung ein, in der sich auch Unternehmen wie „Die Mürwirker“ mit Accessoires aus 100 Prozent natürlichem Wollfilz, der Reha-Werstätten des Frankfurter Vereins mit Holzmöbeln oder kulinarischen Produkten rund um Äpfel, die VIA-Werkstätten mit ihrem Label „Blumenfisch“ und Produkten wie kreative Geschenkartikel oder Kleinmöbel und viele mehr.
Petra Rohierse erklärt im Gespräch, welcher Leitgedanke hinter den Produkten mit Botschaft steckt.

Frau Rohierse, welche Bedeutung hat eigentlich „Social Design“ für die Spielwarenbranche?
Der Aspekt der Nachhaltigkeit gewinnt kontinuierlich an Bedeutung in allen Bereichen, auch in der Spielzeugbranche. Kunden legen zunehmend Wert darauf, dass die Produkte, mit denen ihre Kinder spielen, ökologisch und fair gegenüber der Umwelt und den Mitarbeitern produziert wurden. Bei den Caritas Werkstätten Wendelstein arbeiten zum Beispiel rund 600 Menschen mit Behinderung und stellen unter anderem Spielzeuge aus Holz her. Die Nachfrage nach sinnvollen, schönen und funktionalen Produkten wächst und der Fokus auf den sozialen Aspekt in der Herstellung sorgt dafür, dass viele Menschen Chancen erhalten, die sie sonst so auf dem Arbeitsmarkt nicht hätten.

Wer kauft Social Design Produkte?
Grundsätzlich werden Social Design Produkte von allen Endverbrauchern gekauft, die für den Preis der Produkte einen hohen Wert möchten. Unsere Holzspielzeuge sind schön und mit viel Liebe fürs Detail gestaltet, aber sie sind auch funktional und langlebig. Das reduzierte und hochwertige Design sorgt für einen zeitlosen Charakter und spricht viele verschiedene Kunden an. Wir stellen Spielzeug her, mit denen Kinder lange Freude haben und die durch ihre vielen Einsatzmöglichkeiten nicht langweilig werden. Wenn die Kinder dann älter sind, kann man die Spielzeuge weitergeben oder sie für die nächste Generation aufbewahren. So entstehen hochwertige, ganz persönliche Lieblings- und Erinnerungsstücke, die verbinden.

Wie sind Social Design-Produkte im Vergleich zu anderen Spielwaren positioniert?
Wir merken am verstärkten Interesse an unseren Produkten, dass viele Kunden erkannt haben, dass Nachhaltigkeit und fair hergestellte Produktionen nicht bedeuten müssen, dass Design und Funktionalität zu kurz kommen. Unser Puppenwagen „Emily“ aus Holz beispielsweise überzeugt durch ein zeitloses, reduziertes Design im kultigen Stil der 50er Jahre. Durch seine stabile Konstruktion ist er kippfest und wird damit zur spielerischen Laufhilfe für Kinder. Er ist vorne mit zwei gepolsterten Möbelstoppern ausgestattet – falls man mal nicht rechtzeitig bremst – und dabei formschön im Design. In den letzten Jahren ist eine deutliche Professionalisierung insbesondere im Bereich der Werkstätten zu erkennen, was sich natürlich auch auf die Produkte auswirkt.

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