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Die Bildungsallianz

Warhammer verbindet, macht Spaß und regt die Kreativität an – jetzt noch mehr als zuvor. Seit Oktober dieses Jahres können auch deutsche Lehrer, Pädagogen und Jugendgruppenleiter im Rahmen der „Warhammer Alliance“ Materialien nutzen, mit denen sie junge Menschen in ein Kreativ-Hobby jenseits von Snapchat, Instagram und Co. einführen.

Vorbei sind die Zeiten des Nischendaseins. Als Warhammer Mitte der 1990er-Jahre in Deutschland ankam, galt es noch als etwas merkwürdig, Tabletop-Spiele zu spielen. Seitdem hat sich einiges getan. Fantasy und Science-Fiction sind keine Randgruppen-Themen mehr und das Tabletop-Hobby konnte sich als langlebige Alternative zu anderen, vergleichsweise kurzfristigen Medien- und Freizeittrends etablieren.
Besonders in deutschen Kinder- und Jugendzimmern ist Warhammer nun endgültig der Sprung in den Hobby-Alltag gelungen. Seit Oktober stehen nämlich auch Lehrern, Pädagogen und Jugendgruppenleitern hierzulande die Materialien der „Warhammer Alliance“ zur Verfügung. Über dieses Programm können bei Games Workshop kostenlos Support-Pakete angefordert und dann für Kreativ-Projekte in Bildungseinrichtungen eingesetzt werden. Jedes Paket enthält Materialien für zwölf Projektteilnehmer im Wert von rund 250 Euro: zwei Miniaturen pro Teilnehmer sowie Farben, Mal- und Bastel-Utensilien und ein Doppelmagazin, in dem die verschiedenen Aspekte des Warhammer-Hobbys vorgestellt werden: Sammeln, Basteln, Malen, Spielen und Lesen.

Wie aber reagieren Erwachsene darauf, vor allem Eltern, die mit Warhammer bisher noch nie in Berührung gekommen sind? Immerhin ging das Genre einst aus den historischen Zinnsoldaten hervor, was bei der älteren Generation ein Stirnrunzeln hervorrufen mag.
An dieser Stelle muss eine Lanze für Warhammer gebrochen werden: Kinder und Jugendliche sind sehr wohl in der Lage, zwischen Fantasie und Wirklichkeit zu unterscheiden – zumal Warhammer in seinem Artwork vor allem die Figuren stark überzeichnet und auch mit guten sowie mit urbösen Archetypen arbeitet. Überhaupt sind die Warhammer-Welten fantastische, ja eigentlich schon bombastische Welten, in denen aus Finsternis Hoffnung erwächst, wenn die Guten nur zusammenhalten und Magie und Mystik Teil des täglichen Lebens sind.
Neben den Geschichten und Abenteuern, die man in den Büchern der „Black Library“ nachlesen kann, ist das eigentliche Hobby Warhammer geprägt von Gemeinschaft und kreativem Gestalten. Im Gegensatz zum Online-Gaming, bei dem sich die Spieler anonym gegenüberstehen oder nur die Stimmen der Mitspieler kennen, kommt man beim Warhammer-Miniaturen-Hobby an einem realen Ort zusammen, hilft und inspiriert sich gegenseitig und erlebt die dramatischen Geschichten gemeinsam in der selbstgestalteten Landschaft auf dem Spieltisch.
Beim Spielen selbst steht strategisches Denken im Vordergrund (etwas Glück gehört natürlich auch dazu), geboten wird aber eben noch viel mehr – Gemeinschaft, kreatives Gestalten sowie Förderung der Feinmotorik und der Konzentrationskraft. Vor allem aber: Dieses Hobby holt die Kinder und Jugendlichen weg von den Bildschirmen und lässt sie in der realen Welt Spaß haben. Spaß stellt sich übrigens auch deshalb ein, weil die Miniaturen und Spielsets aufgrund der hochwertigen Farben und Malutensilien schnell Form annehmen, was für Begeisterung und Motivation sorgt.
Dass Warhammer edukativ und pädagogisch wertvoll ist, hat man im angelsächsischen Raum schon etwas länger erkannt. In Großbritannien beispielsweise ist Warhammer für den prestigeträchtigen Duke of Edinburgh Award zertifiziert. Dabei bewältigen jedes Jahr Tausende Jugendliche charakterbildende Herausforderungen, wie zum Beispiel Orientierungsläufe, oder sie bilden sich weiter wie zum Beispiel durch einen Erste-Hilfe-Kurs. Das Jugendprogramm erkennt an, dass die Teilnehmer mit Warhammer Ausdauer beim Zusammenbauen und Bemalen der Miniaturen lernen; sie lernen, sich ein Ziel zu setzen und dieses auch zu erreichen. Darüber hinaus werden auch soziale Kompetenzen gefordert und gefördert.

Der Online-Leitfaden führt Pädagogen in den Einsatz des Warhammer-Alliance-Paketes ein und hilft bei der Planung der ersten Unterrichtseinheiten

Eine erste Sneakpeak von Warhammer Alliance gab es in Deutschland exklusiv bei der modell-hobby-spiel Anfang Oktober in Leipzig und Ende Oktober bei der Spiel ’19 in Essen. Noch vor dem offiziellen Start zeichnete sich großes Interesse der hiesigen Schulen ab – und es steigt noch weiter. Bis zur Spielwarenmesse 2020 erwartet Games Workshop 300 angemeldete Bildungseinrichtungen. Neben Deutschland, startete im Oktober das Warhammer-Alliance-Programm auf Englisch auch in den USA und Kanada sowie in den Niederlanden und in Skandinavien.
Doch warum investiert der Warhammer-Hersteller Produkte im Wert mehrerer zehntausend Euro? Es ist offensichtlich, dass Games Workshop fest an die Stärke dieses kombinierten Hobbys aus Modellbau und Spielen glaubt. Neue, vor allem jüngere Zielgruppen an dieses kreative Genre heranzuführen und den Lehrkräften zu helfen, ihre positiven Jugenderfahrungen weiterzugeben, ist Ziel der Initiative.
Die Konsequenz aus diesem Programm, vor allem für den deutschen Spielwarenhandel? Das Tabletop-Miniaturen-Hobby im allgemeinen und Warhammer im besonderen wird sich als Hobby auch hierzulande weiter etablieren und im Handel für noch mehr Umsatz sorgen, da immer neue Generationen damit aufwachsen und früh ihre Liebe dazu entdecken. Man darf gespannt sein, welche Ideen Games Workshop als nächstes entwickeln wird.

games-workshop.com

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