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BDKH: Trendupdate

Hoffnungsschimmer

2021, das zweite Jahr der Pandemie, ist von der Hoffnung auf ein Ende der Krise geprägt, in der Kinderausstattungsbranche sieht man wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Wie die aktuelle Lage der Branche aussieht, welche Veränderungen Corona mit sich gebracht hat und welche neuen Produktfeatures wichtig werden hat der BDKH in einem Trendbericht zur Kind + Jugend 2021 veröffentlicht.

Vieles ist besser geworden seit Beginn der Pandemie. Die meisten Anpassungen sind vollzogen, manches zählt bereits zur Normalität. Kommunikation, Marketing und Vertrieb spielen sich vorwiegend im virtuellen Bereich ab, die Messen bieten digitale und hybride Formate an und die Konsumenten verhelfen dem Online-Handel zu neuen Rekorden.

Wirtschaftliche Entwicklung

War das Jahr 2020 auch durch die pandemiebedingte Unterbrechung der Lieferketten wirtschaftlich eine Achterbahnfahrt mit dem stärksten Einbruch im Frühjahrsquartal seit Kriegsende, präsentierte sich 2021 bislang stabil. Die Produktion der Industrie blieb trotz hoher Inzidenzzahlen im ersten Jahresdrittel bislang weitgehend unbeeinträchtigt. Das Bruttoinlandsprodukt hat laut Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung von April bis Juni mit rund zweieinhalb Prozent einen kräftigen Satz gemacht. Die anhaltende Erholung kommt auch auf dem Arbeitsmarkt an. Dennoch sind die Pandemiefolgen noch nicht bewältigt. Die zunehmende Rohstoffknappheit belastet die Industrie und die Insolvenzgefahr steigt.

Der Markt 2020

Hansjürgen Heinick, Senior Consultant des IFH Köln, beschreibt die verschiedenen Entwicklungen im Markt für Baby- und Kinderausstattung im Jahr 2020: „Der Umsatz ist hier um rund acht Prozent gesunken. Dazu beigetragen haben bei den Segmenten vor allem die Bereiche Bekleidung, Schuhe und Accessoires inklusive Schultaschen und Ranzen. Und das vor allem bei den Minis und Kids, während die Rückgänge bei den Babys weniger deutlich ausfielen.“
Pauline Fleischer, Junior Consultant Market Intelligence der GfK in Nürnberg berichtet, dass die Kategorie Autokindersitze in Deutschland im krisengebeutelten ersten Halbjahr 2020 starke Umsatzeinbußen von minus 13 Prozent hinnehmen musste. „Verglichen mit dem schwachen ersten Halbjahr 2020 fielen die Umsätze für die erste Jahreshälfte 2021 mit einem Plus von 15 Prozent aber positiv aus“, so Fleischer.
Ein verändertes Konsumverhalten aufgrund des Klimawandels sei neben den pandemiebedingten Umständen besonders bei der Bekleidung bemerkbar, so Hansjürgen Heinick vom IFH Köln. „Second Hand dürfte künftig deutlich an Bedeutung gewinnen und auch auf andere Segmente, wie etwa Kinderwagen, abstrahlen.“ Mit gutem Grund gibt es beim Innovation Award der Kölner Fachmesse Kind + Jugend ab diesem Jahr erstmals die Kategorie „Nachhaltigkeit“. Von der Corona-Pandemie und der zunehmend deutlichen Klimakrise getriggert, hinterfragen vor allem die jüngeren Konsu-ment*innen vermehrt ihre Kaufentscheidungen.

Corona als Katalysator

„Die Corona Pandemie hat die Verschiebung hin zum Online-Handel verstärkt, und wir versuchen mit unseren Händlern und Partnern diese Entwicklung möglichst optimal zu unterstützen“, so Ergobaby Senior Brand Marketing Manager Robin Homolac. „Neben den vielen negativen Auswirkungen hat die Corona-Pandemie für uns aber auch als ein Katalysator für die Erschließung neuer Formate gewirkt.“

Die Umwelt im Blick

Produkte für Babys und jene, die bei Mutter und Kind hautnah zum Einsatz kommen, werden von Konsument*innen besonders kritisch auf Schadstofffreiheit und Unbedenklichkeit geprüft. So zählen zu den Neuheiten bei Rotho Babydesign Textil-Accessoires für das Babybad in einer ökologisch-nachhaltigen Bambus-/Baumwoll-Qualität, Heidi Schäfer, Vice President der deutschen Lansinoh Laboratories Inc., beobachtet, dass Konsument*innen immer häufiger die nachhaltigen Produktvarianten im Sortiment wählen.
Auch die klassischen Hartware-Produkte der Kinderausstattung sind heute nachhaltig hergestellt. Die Peg Perego-Neuheiten, der Kinderwagen Veloce und die Liegebabyschale Lounge, sind auch im Dessin 500 erhältlich, das aus einem ganz besonderen Garn gefertigt wird: Es wird aus Plastikflaschen gewonnen, die als Müll die Ozeane verschmutzt haben.

Sicherheit und Komfort im Auto

Beim Thema Sicherheit für ihre Kleinen machen Eltern keine Kompromisse. „Bei den Autokindersitzen geht es nach wie vor um maximale Sicherheit. Dabei ist rückwärtsgerichtetes Fahren so lange wie möglich ein wichtiger Aspekt beim Kauf eines Kindersitzes“, so Barbara Haussmann von PEG.

Der Bundesverband Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller e.V. (BDKH) ist das Sprachrohr deutschsprachiger Hersteller von Produkten, die sozialverträglich und nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt werden. Als Mitglied im Dachverband ENPC (European Nursery Products Confederation) fördert der Verband auf europäischer Ebene aktiv die Qualität und Sicherheit von Kinderprodukten. Die Endverbraucher-Initiative des BDKH „Kleine Helden leben sicher“ trägt mit Informationskampagnen zu Unfallvermeidung und dem sicheren Aufwachsen unserer Kinder bei.bhkh.de / kleineheldenlebensicher.de

Recycelte Premium-Produkte

Auf Entwicklungen wie Wohnraumverdichtung, auto-befreite Städte und Klimaveränderungen reagiert der Hersteller Artsana in der neuen Saison mit platzsparenden Indoor-Produkten und Innovationen für den Transport von Babys in immer fahrradfreundlicheren Städten. Dazu kommen multifunktionale Produkte und recycelte Materialien, berichtet Caroline Meißner, Senior Product Manager DACH. 

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