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BEO 2021: Live und in Farbe

Zum zweiten Mal traf sich die Baby-Hartwarenbranche zur BEO-Woche in Oberfranken. Astrid Specht war mit dabei und erfuhr von den Herstellern, wie sie das Event im zweiten Corona-Jahr erlebt haben – und welches Resümee sie für die vergangenen Monate ziehen.

Durch die Übernahme der Marke Christiane Wegner sind natürlich viele neue Fragen aufgekommen. Dabei stehen unsere Kunden für uns an erster Stelle. Die Umstrukturierungen sind noch im vollen Gange, sollen aber zu mehr Kundenservice und kürzeren Bearbeitungszeiten führen. Grundsätzlich legen wir schon aus handwerklicher Sicht sehr hohen Wert auf Qualität. Wir denken, Qualität muss sein und halten nichts von Massenproduktion in einer Form bei der die Wertigkeit verloren geht.
Teil unserer Vision ist es, für die werdenden Eltern Produkte zu schaffen, die allen Anforderungen unserer Zeit gerecht werden (das sind nicht wenige!) und uns viel Freude machen während dieser unersetzlichen Zeit, die wir durch und mit unsere Babys erfahren dürfen.
Die BEO war für uns besonders und wir freuen uns, dass wir dabei sein durften. Wir konnten viele Handelspartner kennenlernen, die direkt am Kunden sind und somit die wertvollen Fragen und Wünsche unserer Kunden kennen.

Mehtap Nemmert, Geschäftsführerin C&C e.K

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die zweite BEO-Veranstaltung war sehr erfolgreich für uns und wir haben vom Grundkonzept her keine Veränderungen vorgenommen. Das EK KIQ-Event wurde dieses Jahr in die BEO-Woche integriert und von allen Handelspartnern sehr positiv aufgenommen. Natürlich hofft jeder, dass bald wieder Normalität einkehrt und wir uns alle wieder auf Messen mit der Ware beschäftigen können, dennoch konnten wir den Kontakt mit den Handelspartnern zum Teil über Video-Tools, aber auch im persönlichen Kontakt aufrechterhalten.
Die vergangenen Monate waren auch für unser Unternehmen nicht leicht. Corona hat einfach überall stattgefunden. Die Hürde, die es zu meistern gab, war die Fertigung aufrecht zu erhalten, was durch unsere Produktion in Deutschland aber sehr gut geklappt hat.

John Hartan, Geschäftsführung Hartan
Vanessa Leistner, Marketing Hartan

Wie war das zweite BEO-Event für Sie?
Wir haben das Konzept der BEO so beibehalten wie im vergangenen Jahr. Es war uns auch dieses Mal wichtig, mit Terminen zu arbeiten, um den Ablauf coronabedingt so sicher wie möglich zu gestalten. Mit 18 neuen Stoffkombinationen und sechs neuen Zubehörteilen ist unsere Kollektion in diesem Jahr deutlich größer als im letzten Jahr. Für alle, die nicht kommen konnten, stellen wir nun die neuen Stoffe zusammen und werden diese ab September verschicken. Was uns freut: Von Kunden, die mit mehreren Ausstellern der BEO bereits zusammenarbeiten, wurde das Event sehr gut angenommen und wir haben uns über jeden Besucher sehr gefreut und jeden persönlichen Kontakt beim BEO-Event genossen.

Wie waren die vergangenen Monate grundsätzlich für Sie?
Grundsätzlich ist unsere Branche nicht so stark durch die Corona-Krise eingeschränkt wie andere. Unsere internen Abläufe mussten wir an die Situation anpassen und täglich müssen alle Hygienebestimmungen eingehalten werden, aber daran haben wir uns gewöhnt. Allerdings haben auch wir enorme Schwierigkeiten, unsere Zukaufteile zu bekommen und das, obwohl unsere Lieferanten regional im Umkreis sitzen. Lange Lieferzeiten von Rohstoffen, Kurzarbeit und Personalausfälle führen hier zu enormen Verzögerungen in der Lieferkette. Noch dramatischer sind die Preiserhöhungen, die teilweise wöchentlich bei uns eingehen. Daher sind wir gezwungen, neben längeren Lieferzeiten auch mit neuen Preisen arbeiten zu müssen. Was allerdings positiv ist, ist die Tatsache, dass es trotz allem gut weitergeht. Alle Mitarbeiter sind gesund, unsere Kunden aus dem In- und Ausland bestellen weiterhin und wir versuchen diese so schnell als möglich auszuliefern. Die Dankbarkeit unserer Kunden, dass wir immer alles versuchen und wir alle Engpäße besprechen können, macht das Arbeiten trotz allem doch schön und gibt Zuversicht, dass wir diese Krise gemeinsam überstehen können.

Patricia Hesselbacher,
Geschäftsführerin Hesba

Auch im zweiten Jahr haben viele Händler die Reise zum BEO-Event auf sich genommen. Der persönliche Kontakt und die Einblicke in den Entstehungsprozess geben der Zusammenarbeit wieder etwas Tiefe. Im zweiten Corona-Jahr ist das nochmals wichtiger. Es dient der Wertschätzung, sehen zu können, wie unsere Artikel in Handarbeit entstehen. Allzu oft ist dieser Prozess ausgelagert und ungreifbar. Viele Händler haben sich so von unserer Arbeit überzeugen lassen. Es sind zum Teil sehr enge Kooperationen entstanden, die ohne ein Treffen vor Ort so nicht stattgefunden hätten. Wir können also auch im zweiten Jahr eine positive Bilanz ziehen.
Insgesamt waren die Monate seit Jahresbeginn turbulent. Die Verwerfungen an den Rohstoffmärkten sorgten für Preissteigerungen bei fast allen Materialien. Besonders hochelastische PU-Schäume waren stark davon betroffen. Neben gestiegenen Kosten leiden wir unter Verzögerungen und Ausfällen von Lieferungen der Rohmaterialen. Das stellt die Produktionsplanung auf die Probe und erschwert die Angabe von Lieferterminen. Erfreulich wiederum ist die positive Entwicklung bei den Geburtszahlen – es zeichnet sich ein deutliches Plus ab.

Julius Zöllner,
Geschäftsführer Julius Zöllner

Wie war die BEO-Woche für Gesslein?
Auch die zweite BEO-Veranstaltung war aus unserer Sicht ein voller Erfolg. Unsere Hausmesse bei Gesslein war die ganze Woche über gut besucht. Der Großteil unserer Besucher kam aus dem süddeutschen Raum, einige haben aber sogar eine weite Anreise auf sich genommen, etwa aus NRW, Hessen oder Sachsen. Die Synergieeffekte, die wir Hersteller uns von diesem Konzept versprochen haben, konnten wir tatsächlich sehr gut nutzen. Denn im Durchschnitt hat jeder Fachhändler mindestens sechs bis acht verschiedene Hersteller besucht. Die Atmosphäre vor Ort, die ja viel lockerer und familiärer war als bei einer großen Fachmesse, haben alle sehr genossen. Viele Besucher haben sich sogar Zeit für einen Firmenrundgang genommen und waren sehr interessiert und begeistert, die Produktion live erleben zu können. Ich bin sicher, dieser intensive Austausch hat nicht nur unsere geschäftlichen Beziehungen verbessert, sondern auch sehr zur Wertschätzung unserer Kinderwagen beigetragen. Auch wenn wir Hersteller uns erst in den nächsten Wochen zu einem abschließenden Austausch und gemeinsamen Fazit verabredet haben, so kann ich persönlich jetzt schon sagen: Durch die Vorbereitung und Durchführung der BEO-Veranstaltung sind wir alle ein Stück weit zusammengewachsen und haben verstanden, dass wir – trotz aller Konkurrenz – doch alle im selben Boot sitzen. Das ist eine gute Basis für einen künftig noch intensiveren Austausch und vielleicht sogar für weitere gemeinsame Projekte. Insgesamt war die Resonanz also trotz der coronabedingt schwierigen Rahmenbedingungen sehr positiv, sodass ich auf jeden Fall Potenzial sehe, die Veranstaltung im nächsten Jahr – unter noch besseren Vorzeichen – erfolgreich zu wiederholen!

Kann ein Event wie die BEO-Woche eine Messe ersetzen? 
Eine internationale Messe wie zum Beispiel die Kind + Jugend in Köln können wir mit BEO nicht ersetzen, da wir nur dort Neukunden gewinnen und unseren Export stärken können. Deshalb werden wir auch in den nächsten Jahren auf internationalen Messen vertreten sein. Der große Zuspruch bei den letzten beiden BEO-Veranstaltungen eröffnet uns mit Blick auf die Teilnahme an Messen ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten, denn für uns bedeutet die Präsenz bei diesen Messen immense Kosten. Die sich sonst auf Köln fokussierenden Jahres- und Ordergespräche können künftig für den Fachhandel auch schon zur BEO-Hausmesse beginnen. Ein Messeauftritt in bisher gekannter Größe und Aufwand wäre so nicht mehr notwendig.
... und Ihr Resümee insgesamt für die vergangenen Monate?
Tatsächlich liegt, wie bei vielen Herstellern der Branche, eine schwierige Zeit hinter uns. Obwohl unsere Fachhändler als systemrelevant eingestuft wurden, sah man sich einem sehr zurückhaltenden Konsumverhalten gegenüber.
Unsere Aufgabe wird es sein, die Marke auf einen enger werdenden Markt auszurichten.

Janine Merkl,
Geschäftsführerin Gesslein

In den vergangenen Monaten stand der Fokus im Vertrieb komplett auf der Einführung unserer beiden Neuheitenkollektionen „Meereskinder“ und „Gute Nacht“ – die Resonanz darauf war und ist überwältigend! Die sehnsüchtig erwarteten Neuheiten sind in einer ersten Teillieferung bereits angekommen. Weitere Container folgen. Aber es gab auch Hürden. Die Produktion in unseren eigenen Werken in Sri Lanka ist coronabedingt weiterhin stark eingeschränkt, die Lieferketten sind durcheinander und Preissteigerungen bei Fracht und Materialbeschaffung völlig außer Kontrolle. Wichtig sind natürlich weiterhin und gerade jetzt individuelle Termine, Abstimmungen wo möglich und auch persönliche Gespräche – genau deswegen gab es auch dieses Jahr wieder das BEO.
2020 waren wir ja erst ganz am Ende der Planungen mit dazu gestoßen. Dieses Jahr waren wir von Anfang an mit dabei. Funktioniert hat BEO auf alle Fälle, wenngleich durch die Ferienzeiten der Termin nicht für alle angesprochenen Besucher perfekt lag. Grundsätzlich verstehen wir uns natürlich nicht als Konkurrenzveranstaltung oder gar als Ersatz zu einer der führenden Leitmessen – wir wollen es den Einkäufern, die bereits den Weg nach Oberfranken gefunden haben, so einfach wie möglich machen. Lokale Firmen öffnen zeitgleich die Showrooms – das Konzept funktioniert und wird sicher in Zukunft Stück für Stück weiter positive Resonanz finden. Die Kunden, die uns besucht haben, waren positiv überrascht, denn das komplette Fehn-Sortiment gibt es eben nur im Showroom in Rödental zu sehen. Der Wunsch nach der „alten Normalität“ ist selbstverständlich bei allen groß. Man ist vorsichtig aber ein Face-to-Face Meeting ist einfach durch kein digitales Endgerät zu ersetzen; ganz zu schweigen vom Spaß beim gemeinsamen Kaffee oder Abendessen!
Unser Showroom steht allen Interessierten jederzeit offen – wir freuen uns immer über Besuch.
Wir bleiben optimistisch, agieren und reagieren zielgerichtet und wünschen uns allen alles Gute!

Christian Vollmer,
Sales & Marketing Director Fehn

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