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125 Jahre Spielwaren Schweiger

125 Jahre auf der Pole Position!

Ein Jubiläum und noch dazu das 125. in diesen Zeiten zu feiern, dazu gehören eine Riesenportion Optimismus und die Gewissheit, dass der Spielwarenhandel Zukunft hat, wenn er sich immer wieder neu erfindet. Einer, der das „unterschreiben“ kann, ist Klaus Müller. Der Inhaber vom Nürnberger Spielwaren Schweiger lebt es vor.

Beim Spielwaren Schweiger in Nürnberg ist immer Weihnachten oder Ostern oder Kindergeburtstag oder Sammlertreff oder Baby Shower oder Leselust. Meistens alles zusammen, denn wer das Geschäft an der Eslarner Straße betritt, taucht ein in ein buntes und vielfältiges Sortiment, das Inhaber Klaus Müller mit kluger Hand, Marktkenntnis und vielen Jahren Spielwarenerfahrung zusammenstellt und ständig neu justiert.
Viele Nürnberger und nicht nur diese kennen das Geschäft noch aus Kindertagen. „Der Schweiger“ ist und bleibt eine Nürnberger Institution – und das nun seit 125 Jahren. Dass der Geburtstag ausgerechnet in das Corona-Jahr fällt, hat Klaus Müller, der den Schweiger in vierter Generation führt, sich nicht träumen lassen. Er hatte viele Pläne und wollte es so richtig „krachen lassen“. Daraus wird nun wohl nichts werden. Aber Klaus Müller ist ein Berufsoptimist. Der Unternehmer nutzte die Zeit der Schließungen, um (wieder einmal) umzubauen.
Und so ist es beim Schweiger zum 125. Geburtstag schöner und übersichtlicher denn je. Das ist das Geschenk, das Klaus Müller seinen Kunden macht. Er und seine Familie freuen sich schon auf eine „Wiedereröffnung“ ohne tägliche bange Blicke auf die Inzidenzzahlen. Denn auch wenn das Geschäft dank treuer Stamm-kunden trotz Lockdown weiterlief, eben ein wenig anders als zuvor – Klaus Müller braucht wie vorher sein Vater den persönlichen Kontakt zu seinen Kunden.

Alles Müller, oder was? Genau! Marion und Klaus Müller mit ihren Söhnen Nils und Lars

Wir gehen „zum Schweiger“, das war und ist Verheißung für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Generationen von Nürnbergern, deren Eltern und Großeltern verbinden mit den Besuchen schöne Erinnerungen. An die Kindheit, an die ersten eigenen Kinder und schließlich Enkel. Das war so und das wird auch immer so bleiben. Diese lange und erfolgreiche Unternehmensgeschichte ist all jenen zu verdanken, die jeweils am Ruder standen. Jeder für sich hat die in Relation zu den Rahmenbedingungen der Zeit und des Marktes stehenden Entscheidungen richtig getroffen. Manchmal waren es unangenehme, aber wichtige Entscheidungen, harte Zäsuren.

Ein Blick zurück

Mitten im Herzen der Nürnberger Altstadt am Laufer Schlagturm, einer der markanten Sehenswürdigkeiten der Stadt, gründeten die Brüder Hans und Georg Schweiger im Jahr 1896 ein Handelsge-schäft mit Spielwaren, Modelleisenbahnen, Dampfmaschinen, Elektroartikeln und Fahrrädern. Die beiden ambitionierten Unternehmer erkannten frühzeitig, dass es ohne eine persönliche und fachkundige Beratung keine dauerhafte Grundlage für ein Geschäft mit diesen doch sehr erklä-rungsbedürftigen Sortimenten geben würde. So wurde der Name Schweiger in Nürnberg und dem Umland schnell zu einem positiv besetzten Begriff.
Doch dann kam der Krieg. Im Januar 1945 wurde in einer der schlimmsten Bombennächte Nürnbergs das Stammhaus komplett zerstört. Zum Glück kam niemand zu Schaden, aber es war ein schwerer Schlag für die Familie, die dennoch ihren Traum nicht aufgeben wollte. Schon 1946 wagte man den Neuanfang. Johanna Schweiger begann in ihrer Wohnung Eisenbahnen aus Holz herzustellen. Aber so idyllisch das heute klingt – es waren sehr harte Zeiten. Manchmal betrug der Umsatz nicht einmal fünf DM pro Woche.
Im Jahr 1958 übernahm Adam Müller von seiner Schwiegermutter das Geschäft und widmete sich in den nächsten Jahrzehnten mit großem Erfolg voll und ganz der Eisenbahn. 1982 übernahm sein Sohn Klaus Müller das Spielwarenhaus Virnich. Während Adam Müller weithin technische Spielwaren verkaufte, setzte Klaus Müller im Spielwarenhaus Virnich andere Akzente. Er bot ein breites Sorti-ment an klassischen Spielen, Trendartikeln und Spielwaren.
1989 eröffnete Klaus Müller im neu erbauten Maximum in Nürnbergs City auf vier Etagen und 4.000 Quadratmetern eines der modernsten Spielwarengeschäfte in Deutschland und zentralisierte dort die vier über das Stadtgebiet verteilten Geschäfte.

Als noch kaum ein Spielwarenhändler ins Ranzengeschäft einsteigen wollte, tat das Klaus Müller. Er startete mit 15 Ranzenmodellen, heute gehen tausende pro Saison über seine Theke (Bilder: studiopfleiderer.de)

Happy Birthday, Schweiger! Das ist Grund zum Jubeln, auch in Corona-Zeiten. Spielwaren Schweiger war und ist ein echter Familienbetrieb

Aber die Zeiten wandeln sich und mit ihnen die Lebens-, Spiel- und Kaufgewohnheiten der Menschen. Klaus Müller reagierte rechtzeitig und konsequent auf die sich rasant verändernden Rahmenbedingungen. Er baute einen neuen Stammsitz und verlegte Im Jahr 2002 das Geschäft nach Nürnberg Mögeldorf. Eine kluge und weitsichtige Entscheidung. Neben der eigenen Firma beherbergt Müller dort noch einen „Freßnapf“, der – das Haustier ist der Deutschen liebstes Kind – dem Spielwaren Schweiger verlässlich Kunden zuspielt.
Mit diesem, dem letzten Umzug, folgte auch eine komplette Neuausrichtung des Sortiments. Die Modelleisenbahn musste weichen. Die Lok-Raritäten, die heute als Reminiszenz der Müller‘schen Modellbahn-Ära noch in den Vitrinen im ersten Stock des Hauses in der Eslarner Straße stehen, erinnern an diese Zeit.
Es war eine gewagte Entscheidung, aber sie erwies sich als goldrichtig für die Zukunft des Geschäftes. Klaus Müller schuf mit seiner betriebswirtschaftlich und unternehmerisch durchdachten Neuausrichtung Platz für Neues. Neben den Spielwaren-Standardsortimenten im Erdgeschoss und ersten Stock befindet sich heute im Erdgeschoss eine gut sortierte, große Kinder- und Jugendbuchabteilung, die sich absolut mit dem Buchhandel messen kann und die mittlerweile auch Geheimtipp für viele erwachsene Leseratten und Freunde schöner Bücher ist. Parallel zum Buch hat Klaus Müller ein breites und kompetentes PBS- Sortiment für Büro und Schule aufgebaut. Man findet beim Schweiger an Stiften, Füller, Ordnern und Zubehör alles, was Rang und Namen in der Branche hat. Dazu kommen schicke Rucksäcke und Ranzen, Ranzen, Ranzen. Müller war auch hier Vorreiter und führt fast alle Marken. Selbstverständlich ist eine qualifizierte Beratung, auch auf Termin. Diese inkludiert einen exklusiven Anprobe- sowie Anpassungsservice. Das sprach sich schnell herum in Nürnberg und Umgebung. Inzwischen beläuft sich das Schreibwaren-, PBS-Sortiment und der Bereich Schulranzen im Verhältnis zu Spielwaren auf über 40 Prozent. Außerhalb des Schulbedarfs und des Schulanfangsgeschäftes sorgen beim Spielwaren Schweiger Spiele, Puzzles, Plastikmodellbau und Puppen für ein stark frequentiertes Ganzjahresgeschäft.
Neben seiner Frau Marion, die aktiv im Geschäft ist, hat die holde Weiblichkeit bei Klaus Müller grundsätzlich viel zu sagen: In der ultra wichtigen „rosa Zone“ herrscht oft Zickenkrieg. Da trifft Steffi Love auf Barbie. Bruder und Rolly Toys dagegen führen eine friedliche Koexistenz. Beide Brands haben einen exponierten Platz beim Schweiger.
Der Erfolg der letzten Jahre zeigt: Klaus Müller ist ein Waren-, Kunden- und vor allem ein Kinderversteher. Selbst spät Vater geworden profitiert er vom schonungslosen Feedback seiner zwei Söhne Lars und Nils. Lars wird in das Geschäft einsteigen. Wann ist noch offen. Klaus Müller, Jahrgang 1958, wird wohl noch ein paar Jahre ans Arbeitsleben dranhängen müssen. Ob ihm das schwer fällt? Eher nicht. Wer ihn kennt, weiß, dass jedes Kokettieren mit dem Ruhestand bloße Theorie ist. Klaus Müller l(i)ebt seinen Beruf. Sein Engagement im Händlerbeirat von duo schreib & spiel und als Prüfer und in der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer sind nur zwei von zahlreichen (Ehren)Ämtern, die er mit Engagement bekleidet. 

schweiger.de

Der Schweiger: ein kleines Spielzeugparadies im Herzen der Spielwarenstadt Nürnberg

Ein wirklich stolzes Jubiläum – ich gratuliere von Herzen. Als Franke habe ich von Kindesbeinen an ein ganz persönliches Verhältnis zum Spielwaren Schweiger. Damals war das Geschäft in bester 1A-Lage mitten in der Innenstadt. Hier gab es immer die neuesten Spielwaren. Als Kind habe ich mir die Nase plattgedrückt an den Schaufenstern und die riesige Modelbahnabteilung bewundert. Während meiner Vedes Laufbahn war ich als Trainee beim Seniorchef und kenne Klaus Müller deswegen schon sehr lange persönlich. Er ist ein echter Berufsoptimist, der auf sein Bauchgefühl hört, das ihn selten im Stich lässt. Kreativ und immer voller Ideen erfindet er sich und seinen Laden immer wieder neu. Auch jetzt in der Corona-Pandemie: Während andere jammern, nutzte er den verordneten Stillstand für einen erneuten Umbau. Mit solchen Händlern macht es Spaß, die Zukunft zu gestalten.

Achim Weniger, Vedes AG

 

 

Mit 125 Jahren zählt unser Mitglied Spielwaren Schweiger acht Lenze mehr als die Vedes. Wir sind stolz darauf, ein so erfolgreiches Traditionsunternehmen durch die große, bunte Spiel- und Freizeitwelt begleiten zu dürfen, und hoffen, dass das noch lange Zeit so bleiben wird. Unser persönliches Verhältnis ist geprägt von gegenseitigem Respekt und großem Vertrauen – keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit. Leider gibt es nur noch wenige Traditionsgeschäfte dieses Formats. Umso größer mein Respekt für diese engagierte Unternehmerfamilie, die es mit viel Herzblut und Engagement geschafft hat, sich über 125 Jahre hinweg erfolgreich am Markt zu behaupten und auch gegen neue Vertriebsformen durchzusetzen. Eine wirklich tolle Erfolgsstory, die in vierter Generation von Klaus Müller fortgeschrieben wird. Sein Optimismus und sein Engagement sind die beste Grundlage für erfolgreiches unternehmerisches Handeln.

Dr. Thomas Märtz, Vedes AG

Der Handelsverband Spielwaren gratuliert zu 125 Jahren Spielwaren Schweiger in Nürnberg. Gerade in den heutigen Zeiten ist so ein Jubiläum ein richtiger Kracher. Klaus Müller ist seit Jahren der Mann hinter diesem Erfolg. Tatkräftig und unermüdlich setzt er sich – auch in seiner Funktion als Landesvorsitzender Spielwaren des Handelsverbands Bayern – für die Belange der Spielwarenbranche ein. Und das mit immer guter Laune und einem Lächeln auf den Lippen. Wir wünschen Herrn Müller weiterhin das richtige Händchen in allen Lebenslagen und das notwendige Durchhaltevermögen in diesen Pandemiezeiten.

Steffen Kahnt, Geschäftsführer Bundesverband Spielwaren-Einzelhandel e.V. (BVS)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer seit Kaiser Wilhelms Zeiten als Familienbetrieb im Einzelhandel sehr erfolgreich ist, muss herausragende Unternehmer-Gene in sich tragen. So wie „die Müllers“. Sie lernte ich während meiner Vedes-Jahre kennen. Dort traf ich in den Ausstellungshallen Adam Müller, der sein Geschäft in dritter Generation mit Herzblut führte. 1977 gründete ich die Verbundgruppe idee+spiel – Spielwaren Schweiger blieb als „Werbekunde“ stets im Fokus. Ganz besonders, als Müller das von der Vedes in Eigenregie geführte „Traditions-Spielwarenhaus Virnich“ mit einer Filiale in Langwasser übernahm und diese Läden neben einem Modell-eisenbahn-Spezialgeschäft sowie dem gigantischen Maximum-Spielwarencenter in bester Lage der Nürnberger Fußgängerzone betrieb. 22 Jahre dauerte es, bis ich endlich Adam Müller und seinen Sohn Klaus 1999 als idee+spiel-Gesellschafter gewinnen konnte.
Mit bewundernswerter Weitsicht erbaute Klaus Müller 2002 einen 1.500 Quadratmeter großen Spielwaren-Fachmarkt in Nürnberg-Mögeldorf. Von seinem „Glaskasten“ in der 1. Etage hat er alles im Blick, ist ganz nah an den Kundenwünschen und seinem langjährigen Team. In zahlreichen Sortiments-Musterungen und Händlertreffen überzeugte er mich immer wieder mit enormem Fachwissen, Kreativität, Fleiß, Entscheidungsfreude, Optimismus und beständiger Freundlichkeit, den besten Unternehmer-Eigenschaften. Seitdem ich 2012 meinen dritten Lebensabschnitt antrat, traf ich ihn und seine Frau regelmäßig auf der Spielwarenmesse und spürte dabei immer eine besondere Freude.
Spielwaren Schweiger und „den Müllers“ gratuliere ich sehr herzlich zum besonderen Jubiläum und wünsche „toy toy toy“ für die nächsten Etappen!

Otto E. Umbach

Auf stolze 125 Jahre kann Klaus Müller mit seinem Familienunternehmen Spielwaren Schweiger, das er jetzt in vierter Generation führt, zurückblicken. Gerade in bewegten Zeiten ge-hören dazu viel Erfahrung, Unternehmermut und große Flexibilität, um sich den wandelnden Marktgegebenheiten immer wieder anzupassen.
Wer wagt, gewinnt! – Klaus Müller hat viele Veränderungen erlebt und mitgestaltet. Wir erinnern uns noch an das riesige Haus mitten in der Nürnberger Innenstadt. Als der Neubau und Umzug nach Mögeldorf anstand, hat er wieder die richtigen Weichen gestellt. Klaus Müller bewies ein erfolgreiches Händchen bei der Sortimentspolitik, ist stets kreativ bei der Ansprache seiner Kunden und bietet mit seinem Team kompetente Beratung, die speziell bei Produktgruppen wie Schulranzen unverzichtbar ist.
Klaus Müller ist ein Unternehmer, der sich überall persönlich einbringt und mit viel Herzblut engagiert. Wir freuen uns, mit ihm einen starken Handelspartner in Nürnberg zu haben und gratulieren herzlich zu diesem besonderen Jubiläum!

Uwe Weiler, COO Simba Dickie Group

Beim Spielwaren Schweiger habe ich schon als kleines Kind mit meiner Mutter eingekauft. Das letzte Mal habe ich Klaus Müller zur Gesellschafterversammlung des Spielzeug-Rings im Sommer 2020 persönlich getroffen. Und trotz Corona war er positiv und gut gelaunt.

Eva-Maria Kusch Public Relations & Vorstandsassistenz, Vedes AG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieber Klaus Müller,
wir gratulieren Ihnen zu Ihrem 125. Firmenjubiläum. Wie Sie einmal erzählten, haben Ihre Vorfahren 1896 ihr Geschäft mit Fahrrädern, Dampfmaschinen und Elektroartikeln gegründet. Damals war bereits eine Spielzeugeisenbahn im Sortiment. Seither hat sich ihr Unternehmen immer wieder den Anforderungen des Marktes erfolgreich angepasst. Diverse Neu- und Umbauten und die kontinuierliche Weiterentwicklung zu einem zukunftsfähigen Unternehmen dokumentieren heute den Erfolg, den Sie und Ihre Familie in 125 Jahren erarbeitet haben.
Mit diesem Unternehmergeist haben wir Sie 2007 als duo-Gesellschafter und später als duo-Händlerbeirat kennen- und schätzengelernt. Wir möchten den Anlass Ihres 125. Firmenjubiläums nutzen und uns bei Ihnen für Ihr außerordentliches Engagement und Ihren persönlichen Einsatz für duo schreib & spiel bedanken.
Sie haben Ihre Firma mit der Einrichtung einer der größten Schulranzenabteilungen Bayerns neu ausgerichtet und einen weiteren Meilenstein in der Geschichte Ihres Unternehmens gesetzt. Wir wünschen Ihnen, Ihrer Familie und Ihrem Unternehmen für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf eine weiterhin inspirierende und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Hans Jörg Iden, Gabriele Lubasch, Thorsten Paedelt

Mit der Buchhandlung Korn & Berg am Nürnberger Hauptmarkt kann es Spielwaren Schweiger zwar nicht aufnehmen. Mit 490 Jahren gilt sie als die älteste Buchhandlung Deutschlands. Bedenkt man jedoch, dass Spielzeug eine relativ „junge Erfindung“ ist, die erst mit der serienmäßigen Herstellung Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem breiten Konsumgut wurde, sind 125 Jahre eine erstaunliche Leistung. Das Versandhaus Quelle, 1927 gegründet und eine Ikone der Nachkriegszeit sowie Lieb­ling der Nürnberger, brachte es gerade mal auf 72 Jahre. Offensichtlich praktiziert man bei Spielwaren Schweiger eine agile Unternehmensführung bevor der Begriff zum Buzzword avancierte. Ein Beispiel lieferte 2002 der Umzug von der Nürnberger Innenstadt in den Stadtteil Mögeldorf, den man zum Anlass nahm, das Sortiment marktkonformer auszurichten. Liebhabern der Modelleisenbahn und von Autominiaturen kommen noch heute die Tränen, aber reine Warenverliebtheit war noch nie eine gute Strategie.
In der Corona-Pandemie ist die Rede davon, dass der stationäre Spielzeughandel unterzugehen droht. Das werden Klaus Müller und Spielwaren Schweiger genauso wuppen wie die Ölkrise und die erste Rezession Anfang der Siebziger, neue Flächenmärkte für Spielwaren, die New Economy-Krise, Amazon und die Finanz- und Wirtschaftskrise 2007/2008. Schweiger is still alive – und die nächste Generation steht, rein theoretisch, in den Startlöchern. Spielwarenhändler zu sein ist ja im Kern eine Ganztages­beschäftigung. Trotzdem findet Klaus Müller Zeit für ein ehrenamtliches Engagement. Seit Jahrzehnten ist er ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht; bei duo schreib & spiel wirkt er als Beirat. Wahrscheinlich steckt man das alles nur weg, wenn man sich eine Leidenschaft zulegt. Wer, wie er, den höchsten Berg Norwegens, den Galdhøpiggen, mit dem Hundeschlitten und seinen Huskys schafft, bringt alles mit, um die Zügel auch im Flachland fest in der Hand zu halten. Der DVSI gratuliert zum 125-jährigen Bestehen und hofft auf weitere 125 Jahre!

Ulrich Brobeil, Geschäftsführer DVSI

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