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Brennpunkt

DVSI im Wandel der Zeit

Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie, DVSI, vertritt seit 1991 die Interessen von rund 220 Unternehmen der deutschen Spielwarenbranche und steht damit für mehr als 80 Prozent der Spielwaren in Deutschland. Die Bandbreite der Themen reicht von der Vermittlung des Wertes von Spielen über die Neuerungen und aktuellen Entwicklungen beim Thema Produktsicherheit bis hin zur Lobbyarbeit auf relevanten Ebenen.

30 Jahre DVSI – das ruft eigentlich nach Festivität, nach Get-together, nach einem echten Spielwarenfeuerwerk von und für die Branche. Eigentlich. Wenn nicht gerade Corona wäre. Auf die Frage: „Und ... wann steigt sie nun, die große DVSI-Jubiläumssause?“ konnte DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil in den letzten Wochen nur lapidar antworten: „Tja, diese Frage haben wir uns in den letzten Wochen und Monaten auch oft gestellt.“ Ideen, dieses Jubiläum würdig zu begehen, gab es beim rührigen DVSI-Team sicher mehr als genug. Das bestätigt Brobeil: „Wir hatten uns das schön bunt ausgemalt, kommunikativ und verbindend. Aber je länger wir überlegten und planten, desto mehr kam der Gedanke auf, dass das in Corona-Zeiten keinen Sinn und noch weniger Spaß macht. Persönliche Begegnungen, ein Wiedersehen nach langer Zeit, das kann man nicht bis ins letzte Detail regeln und reglementieren.“ Recht hat er. Leider. Was jetzt? Feier abhaken? Jubiläum ohne Jubel? Wer Ulrich Brobeil kennt, der weiß: Er wird sich nicht kampflos, besser gesagt, ideenlos ergeben. Der GF hat meistens einen Plan B in der Tasche. So auch jetzt. „Wir machen das Beste draus und legen einfach – aller guten Dinge sind 3 – ein bisschen was drauf auf die 30.
Wie? Ganz einfach: Nach DVSI-Rechnung ist das Jubiläum notgedrungen zwar aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Ulrich Brobeil freut sich schon: „Wir zelebrieren im Jahr 2024 die Schnapszahl 33. So wie es aussieht haben wir bis dahin auch Corona nebst Mutanten einigermaßen im Griff. Dann werden wir die Sektkorken ganz unbesorgt knallen lassen können und zwar dreifach! Versprochen!“
Also lassen wir Ulrich Brobeil aktuell mit einer Tour d‘Horizon zu Wort kommen und freuen uns ansonsten noch ein bisschen auf ein richtig tolles Fest. Bis dahin wird beim DVSI noch viel passieren, was und weswegen man feiern kann. Der Verband rückt immer mehr in den Fokus auch globaler Präsenz. Wirkt immer mehr gestaltend auch in anderen Branchengremien. Wird immer mehr in der Öffentlichkeit und auf politischer Bühne gehört. Ist mehr denn je Problemlöser auf allen spielwarenrelevanten Ebenen.
2024 wird der DVSI zwar auf spannende Jahre zurückblicken, aber er wird weiter gewachsen sein. Im eigentlichen und im übertragenen Sinne. Gratulieren kann man heute schon. Mit Fug und Recht. Alles andere heben wir uns für später auf.

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Herr Brobeil, Sie sind seit 2012 Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie, davor waren Sie bereits sieben Jahre für den DVSI tätig. Was waren die eklatantesten Veränderungen und Herausforderungen in der Verbandsarbeit in dieser Zeit?
Aktuell natürlich die Corona-Pandemie, die ja nicht nur das Wirtschaftsleben hart getroffen und das soziale Leben weitgehend lahmgelegt hat, sondern auch alle Verbände vor neue Herausforderungen gestellt hat. Denken Sie nur an die Interaktion und Kommunikation mit und unter den Mitgliedern. Im letzten wie in diesem Jahr musste zum Beispiel das Zusammenspiel von DVSI und BVS abgesagt werden. Unsere Präsenz-Mitgliederversammlungen fielen aus. Bisher waren virtuelle Mitgliederversammlungen nur möglich, wenn es die Satzung ausdrücklich vorsah. Das war 2020 für uns rechtliches wie organisatorisches Neuland. Die digitale Transformation und ihre Chancen wird deshalb in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema für den DVSI bleiben.

Und wenn Sie auf Ihre Anfänge zurückblicken?
Der millionenfache Rückruf von in China hergestellten Spielwaren war 2007 ein Big Bang, der hohe mediale Wellen schlug und kräftig am Image der Spielwarenbranche kratzte. Die Qualität von Spielwaren in globalen Lieferketten war auf einmal von öffentlichem Interesse, was auch der DVSI zu spüren bekam. Die EU-Kommission riet sogar zur besonderen Wachsamkeit beim Kauf von Spielwaren.

Der neue Präsident des Weltverbandes der nationalen Verbände von Spielwarenherstellern, der International Council of Toy Industries (ICTI), heißt Ulrich Brobeil. Der DVSI-Geschäftsführer wurde am 10. Juni 2021 bei der turnusmäßigen Mitgliederversammlung des Weltverbandes zum Nachfolger von Miguel A. Martin, Vorsitzender der Asociación Mexicana De La Industria Del Juguete (AMIJU), gewählt. Zu den drei Vizepräsidenten wurden José A. Pastor (Spanien, für die Region Europa), der sich zur Wiederwahl stellte, sowie die neuen Board-Mitglieder Maria Teresa Kasuga Osaka (Mexiko, für die Region Amerika) und Jonathan Zimbler (Australien, für die Region Asien) gewählt.Der DVSI-Geschäftsführer und neue ICTI-Präsident wird nun die Umsetzung des German ICTI Presidency Programme angehen, das den Titel trägt: „Strengthening the Toy Industry across the Globe. Together“. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit zählt Brobeil die Stärkung des Stellenwertes von Spielen an sich.

Am Ende führten die Rückrufaktionen dazu, dass der mechanische und chemische Teil der Europäischen Spielzeugrichtlinie, die gerade wieder in der Diskussion steht, bis 2011 novelliert wurde. Und der DVSI legte mit seinem Prüfkoffer und den Ausbildungen zur Geprüften Fachkraft Spielzeugsicherheit los. Heute stehen zudem „Fairness“ und die „unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten“ im Fokus. Bei dem Müller-Gesetz geht es allerdings nicht allein um den Schutz der Menschenrechte, sondern auch um umweltverträgliche Herstellung.

Das Thema Nachhaltigkeit hat durch Corona in der Tat einen weiteren Schub bekommen …
Die Förderung von Nachhaltigkeit entlang globaler Lieferketten und die Einhaltung grundlegender Arbeits- und Umweltstandards bei der Spielwarenproduktion steht seit Jahren auf der Agenda des DVSI. Mit der Gründung der Fachgruppe „Lieferkette“ setzte der DVSI im Jahr 2015 ein weiteres Zeichen der Selbstverpflichtung. Von Anfang an waren neben Industrie und Handel auch Vertreter der NGOs Werkstatt Ökonomie/Fair Spielt und Christliche Initiative Romero kooperativ und aktiv dabei, getreu dem Ansatz „Gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen“. Schon früh (2016) suchte der DVSI zu diesem Ansatz auch den Dialog mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Auch bei der Gründung der hieraus gemeinsam entwickelten Fair Toys Organisation (FTO), einer vom BMZ unterstützten Multi-stakeholder-Initiative aus engagierten Unternehmen, dem DVSI, Handel und zivilgesellschaftlichen Organisationen, war der DVSI mit seiner Kompetenz eine treibende Kraft für die Koalition unterschiedlicher Interessengruppen.

Verbände stehen im Ruf, Bewahrer und nicht gerade Erneuerer zu sein. Wie sehen Sie die Position des DVSI in diesem Kontext?
Das stimmt, Verbände sind ihrem Wesen nach strukturkonservativ. Ich glaube aber, dass sie das auch sein müssen, weil sie ein wesentliches Element unserer Demokratie sind und grundsätzlich die Teilhabe von Unternehmen an politischer Meinungsbildung ermöglichen, auch wenn die öffentliche Wahrnehmung ambivalent ist. Die Demokratie gibt man auch nicht auf, nur weil Veränderungen Zeit brauchen. Gleichzeitig bündeln Verbände die durchaus divergierenden Interessen ihrer Mitglieder zu einem gemeinsamen Ziel, wie es ja in Parteien gang und gäbe ist. Verbände wirken also integrativ. Wichtig ist für mich, dass die Mitglieder früh und intensiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, damit alle den Verband tragen. Das geschieht zum Beispiel über Arbeitskreise oder Umfragen. Der DVSI will ein Verband von Mitgliedern für Mitglieder sein.

Dass Sie „Verband können“ zeigt Ihre Ernennung am 10. Juni zum Präsidenten des Weltverbandes der nationalen Verbände von Spielwarenherstellern, kurz ICTI. Was sehen Sie in dieser Position als besondere Herausforderung an? Was können Sie als ICTI-Präsident vor allem bewegen und vorantreiben?
Letztendlich fiel die Entscheidung unter den europäischen Verbänden. Es war einfach an der Zeit, dass Deutschland als Big Player Flagge zeigt. Die größte Herausforderung wird sein, die unterschiedlichsten Interessen zu vereinen. Aber das kenne ich ja von der europäischen und der nationalen Ebene. Der DVSI will in der dreijährigen Amtszeit in sehr enger Abstimmung mit den europäischen Verbänden agieren, um als gemeinsame Stimme für die Interessen der Spielwarenhersteller wahrgenommen zu werden. Der Titel des German ICTI Presidency Programme „Strenthening the Toy Industry across the Globe. Together” spricht hier für sich. Die Leitprinzipien sind: Spielwaren sind relevant. Spielwaren sind sicher. Spielwaren sind nachhaltig. Im Auge haben wir zudem eigene Marktdaten als Basis für die strategischen Entscheidungen im weltweiten Spielwarengeschäft. Und ICTI soll zukünftig noch stärker zum Ideen-Lieferanten und Ort des Wissenstransfers gemacht werden.

Kommen wir zurück zum DVSI und den Projekten, die Sie mit angestoßen haben: Sie haben neue Kommunikationsstrategien aufgesetzt, eine neue Homepage initiiert, den DVSI-Index aufgelegt, die Virtual Coffee Break ins Leben gerufen – was steht als nächstes auf der Agenda?
Da stehen einige Projekte an, über die ich im Detail noch nicht viel sagen möchte. Nachdem wir 2020 und auch in diesem Jahr das Zusammenspiel von DVSI und BVS in Köln absagen mussten, hoffen wir jetzt darauf, dass es 2022 zum ersten großen Get-together kommt. Das Format beweist ja, dass Veränderungen auch bei Verbänden möglich sind. Themen wie Spielzeugsicherheit, Nachhaltigkeit oder die Förderung der Spielkultur bleiben weiter oben auf der Agenda. Social Media ist sicherlich ein „heißes Eisen“ für uns. Außerdem denken wir intensiv über ein „Spielwaren-Barometer“ nach. Da stecken wir noch in der Projektphase.

Eine Mitgliedschaft im DVSI steht Handel wie Industrie offen. Was sind die herausragendsten Vorteile, die Sie Mitgliedern bieten können?
Eine einheitliche Stimme in der Lobbyarbeit, hervorragende Serviceangebote und eine Dialogplattform für den Austausch der Mitglieder! Die Arbeit im DVSI hat sich in den letzten Jahren sehr stark gewandelt, sowohl hinsichtlich der Erwartungshaltung als auch bei den Leistungen. Wir verfügen nicht nur über Experten im eigenen Haus, sondern inzwischen auch über 13 externe in den unterschiedlichsten Bereichen, Tendenz steigend. Geschätzt wird besonders der Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern, natürlich unter Einhaltung der Compliance Vorschriften, die wir uns gegeben haben.

Und was muss/kann ein schlagkräftiger Verband für die Gesamtbranche erreichen?
Intern muss er eine sehr große integrative Funktion haben, um die manchmal heterogene Interessenlage der Mitglieder „unter einen Hut“ zu bringen, denn was für einen Nischenanbieter förderlich sein kann, könnte für ein global agierendes Unternehmen eher kontraproduktiv wirken. Ein Verband wirkt also gegen sonst schwer integrierbare Einzelinteressen. Zweitens verfügt er über wichtige Informationen und Fachwissen, die für politische Entscheidungsprozesse von zentraler Bedeutung sind. Der DVSI zählte in den letzten zwölf Monaten zu den rund 40 Verbänden, die von Wirtschaftsminister Peter Altmaier zu jedem Wirtschaftsgipfel eingeladen wurden. Das zeigt, der DVSI wird gehört, auch wenn nicht jede unserer Vorstellungen gleich Gesetz oder Verordnung wird. Und drittens, ein Verband muss auch zur Kollaboration fähig sein, wie das Beispiel FTO zeigt.

In 20 Jahren werden Sie das 50. Jubiläum feiern. Wo soll der DVSI dann stehen?
Eine solch weitreichende Prognose ist schwer. Nur so viel: Die Eckpfeiler unserer Strategie haben wir 2012 fixiert. Dazu zählen unter anderem die Interessenvertretung, der Ausbau des Serviceangebotes und die Förderung des Mitgliederaustausches. Die drei Aspekte genießen auch in den kommenden Jahren Priorität. Gleichzeitig müssen wir sensibel bleiben für gesamtgesellschaftliche Entwicklungen und Trends. Denken Sie nur an den DVSI Index 2019 mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit oder die digitale Transformation, die durch Corona beschleunigt wurde. Der Anpassungs- und Modernisierungsdruck gilt also nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Verbände. Ich glaube, dass die Kommunikation mit den Mitgliedern, durchaus auch die kontroverse, in diesem stetigen Veränderungsprozess eine entscheidende Rolle spielt. Und auch im Jahr 2041 wird wie heute wichtig sein, die Zukunft in den Verband zu holen.

Herr Brobeil, ich bedanke mich für das Gespräch!

Ein Blick in die Annalen des DVSI

Die Anfänge

Die Spielwarenindustrie in Deutschland schloss sich verbandsmäßig zunächst auf Landesebene zusammen. Dort wo kraftvolle Unternehmen entstanden, organisierten sich auch die Verbandsinteressen schon früh. So etablierte sich bereits 1919 der Württemberg-Badische Spielwarenindustrie Verband (WBSV). Zu seinen Gründungsmitgliedern gehörten die Chefs der Firmen Margarete Steiff, Märklin und Cie oder Kindler und Briel, also Kibri. Dieser Verband gründete sich, nachdem die Nationalsozialisten ihn zerschlagen hatten, 1950 als Industrieverband Spiel und Hobby Baden-Württemberg neu. Schon nach dem Ersten Weltkrieg existierte die Fachgruppe Spielwaren und Christbaumschmuckindustrie in der Wirtschaftsgruppe Metallwaren in Berlin mit einer Fachgruppe in Nürnberg. Deren Geschäftsführer war Kommerzienrat Schwarz von der Firma Bing, der damals größten Spielzeugfabrik der Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Johann Distler aus Nürnberg hier den Vorsitz; Bing hatte sich bereits 1932 als Auswirkung der Weltwirtschaftskrise aus der Spielzeugproduktion zurückgezogen. Bereits im Jahr 1970 gab es erste Bestrebungen, unter dem Namen „Verband der deutschen Spielwarenindustrie“ eine bundesweite Organisation zu gründen. Sie sollte offen sein für alle Landesverbände der deutschen Spielwaren-, Hobby-, Christbaumschmuck- und Karnevals- sowie Festartikel-Industrie. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten die Interessengemeinschaft nordwestdeutscher Spielwarenhersteller I. G., die Vereinigung der Bayerischen Spielwaren- und Christbaumschmuck-Hersteller e. V. in Nürnberg und der Industrieverband Hobby und Spiel Stuttgart. Der Verband wurde 1974 ins Vereinsregister eingetragen.

Vereinigung

Schnell wird deutlich, dass es bei der Interessenvertretung der deutschen Spielwarenindustrie ab Ende der siebziger Jahre gewisse Dopplungen gab, die in erster Linie aus der Historie zu erklären sind. Doch die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Welt entwickeln sich mit zunehmender Geschwindigkeit weiter. Die Globalisierung erweiterte auch die Herausforderungen an die Verbände. Die Mauer fiel 1989, die vergrößerte EU führte 1993 den europäischen Binnenmarkt ein, und China wurde auch als Werkbank für deutsche Spielwarenhersteller immer bedeutender. Umso wichtiger wäre jetzt eine Interessenvertretung wie aus einem Guss. Die deutsche Spielwarenindustrie brauchte dringend ein Sprachrohr, eine Stimme, die in der Welt Gehör findet, Respekt genießt und vor allem: ihre Interessen durchsetzen kann. Unter der Regie von Dr. Volker Schmid, dem Geschäftsführer der beschriebenen Einzelverbände, gelang im April 1991 ein großer Schritt für die Branche: Der neu gegründete „Deutsche Verband der Spielwarenindustrie e. V.“ (DVSI), zunächst mit Sitz in Nürnberg, wurde zum Nachfolger des Verbandes der Deutschen Spielwaren-Industrie, des Verbandes der Bayerischen Spielwaren-Industrie, des Verbandes der Nord- und Westdeutschen Spielwarenindustrie und des Industrieverbandes Spiel und Hobby Baden-Württemberg. Die geschickte Namenswahl macht es übrigens jetzt auch endlich möglich, Firmen aufzunehmen, die ihren Sitz in der Bundesrepublik haben, aber vorwiegend Waren aus anderen Ländern, etwa aus Asien, importieren. Es gelingt, den neuen Verband ohne Austritte von Mitgliedern aus den Vorgänger-Verbänden zu organisieren.

Gegenwart: Die Highlights von 1991 bis 2021

Stimmen aus der Branche

Verbandsarbeit heute und in Zukunft bedeutet ...

... für die Lego GmbH ein partnerschaftliches Miteinander innerhalb der Spielwarenindustrie. Wir begrüßen den Mitglieder-Dialog, um mit einer vereinten und starken Stimme nach außen hin aufzutreten und wichtige Industriestandards voranzutreiben. Gemeinsam arbeiten wir beispielweise an Sicherheitsanforderungen für Spielzeug, um so die Baumeister von heute und morgen in ihrer Entwicklung bestmöglich zu unterstützen und zu fördern. Wir sind uns unserer unternehmerischen Verantwortung der Gesellschaft und der Umwelt gegenüber bewusst und sehen den DVSI als wichtigen Partner, um unsere Nachhaltigkeitsagenda auch auf lokaler Ebene voranzutreiben und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Wir freuen uns auf die weitere partnerschaftliche Zusammenarbeit und gratulieren herzlich zum 30. Jubiläum.

Karen Pascha-Gladyshev, Vice President,
General Manager EUC Europe Central Lego Group

 

... die Interessen aller Mitglieder bestmöglich zu vertreten. Es gilt, den Zusammenhalt in der Branche zu fördern, den gemeinsamen Austausch anzuregen sowie die Informations- und Wissensvermittlung zu vertiefen. Als Vorstandsmitglied im DVSI und Vertreter der Simba Dickie Group freue ich mich, meinen Teil beitragen zu dürfen. Auf die nächsten 30 Jahre!

Felix Stork, Director Corporate Marketing Simba Dickie Group

 

… weiter einen erfreulichen Mitgliederzuwachs zu haben und regelmäßig nationale und internationale Verbandstreffen mit interessanten Vorträgen zu veranstalten. Ziel ist eine zeitgemäße nationale und internationale Lobbyarbeit für die Spielwarenhersteller. Eine gute rechtliche Beratung für die Mitgliedsunternehmen durch das freundliche und sehr kompetente Verbands-team ist für die Mitglieder darüber hinaus ein echtes Plus!

Sven Rathgeber, GF Rathgeber GmbH

 

... verantwortungsvoll die Markt- sowie Gesetzesansprüche in umsetzbare Maßnahmen für ein besseres Spielzeug zu begleiten. Die Entwicklung des DVSI war seit seiner Gründung 1991 dynamisch und erfolgreich. Für die Spielzeug-Sicherheit, insbesondere Werkstoffbeschaffenheit (Chemie), hat der DVSI eine herausragende Expertise entwickelt. Hervorzuheben ist die ständige Mitarbeit in den Normengremien und Lobbyarbeit bei der Entstehung und Weiterentwicklung der EU Spielzeugrichtlinie. Auch in Zukunft werden die Herausforderungen nicht kleiner. Zu Spielzeugsicherheit und sozialen Herstellungsstandards kommen die Anforderungen an eine umweltgerechte, nachhaltige Fertigung und Verpackung hinzu.
Besonderer Aufmerksamkeit wird das neue Lieferkettengesetz bedürfen, dessen Verwaltungs- und Dokumentationsaufwendung noch nicht bekannt sind. Ich bin nun schon seit vielen Jahren im Vorstand des DVSI ehrenamtlich tätig und es war mir immer ein großes Anliegen, dass der Verband wirtschaftlich gesund, kompetent agierend den Rückhalt für die vielen mittelständischen Mitglieder bildet, um den Herausforderungen der Branche gerecht zu werden. In diesem Sinne wünsche ich unserem DVSI und seinem Team um Uli Brobeil viel Energie und Erfolg, die Zukunft zum Wohle der Mitglieder zu bewältigen.

Dipl. Ing. (FH) Paul Heinz Bruder, Bruder Spielwaren GmbH + Co. KG

 

… der flexible und ergebnisoffene Umgang mit immer neuen Herausforderungen.

Dr. Rainer Noch, Noch GmbH & Co. KG

... im freien Wettbewerb stark vereint zu sein. Für mich bildet diese Aussage zwei zentrale Elemente des DVSI und der Branche ab. Zum einen die ungeheuere Heterogenität der Spielwarenbranche und der in weiten Teilen harte Wettbewerb. Zum anderen der DVSI mit seiner großen Integrationskraft und dem starken Zusammenhalt. Es gibt weder unternehmenspolitische „Denkverbote“, noch geschlossene Schranken zu Institutionen, Gremien, Parlamenten und deren Entscheidungsträgern. Nach 30 Jahren mit dem DVSI, die ich seit dessen Geburtswehen miterleben durfte, den Jahren in den Vorstandsgremien des DVSI, von 1995 bis 2003  im erweiterten Vorstand und seit 2003 bis heute im engeren Vorstand, lautet meine ganz persönliche (Kern-) Aussage über den DVSI: „Der DVSI ist, was uns vereint!“

Frank R. Schneider, Geschäftsführer rolly toys 

 

... ein unerlässliches Networking-Tool. Ein starkes WIR, von dem alle Mitglieder profitieren können und die Spielwarenbranche durch gemeinsames Handeln vorangebracht wird.  
Susanne Knoche,

Group Managing Director Global Sales Ravensburger Verlag GmbH

 ... in diesen turbulenten Zeiten wichtiger denn je. Alle Marktteilnehmer in der Spielwarenbranche sind mehr oder weniger vor die gleichen schwierigen Aufgaben gestellt: extrem explodierende Kosten in der Produktion (Materialverknappung, hohe Nachfrage aus Asien und USA), Transportkosten, die durch die Decke gehen, Unsicherheiten bezüglich wirtschaftlicher Auswirkungen der Pandemie. Jetzt ist es an der Zeit, dass Eigeninteressen Einzelner (Verbände) zurückgestellt werden und alle (Verbände) gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, diese Herausforderung zu meistern. Hersteller- und Handelsverbände müssen hier zusammen nach Lösungen suchen, denn die einen wird es ohne die anderen nicht geben und nur gemeinsam gibt es eine gute und sichere Zukunft für die gesamte Spielwarenbranche.

Christian Alsbaek, General Manager Rollplay EMEA

 ... zielgerechte Unterstützung der Mitglieder. Aufgrund der stetig voranschreitenden Globalisierung, der Informationsflut und der immer komplexer und rasant werdenden Veränderungen, ist es umso wichtiger, dass relevante Informationen gekonnt gefiltert werden, die wichtigsten Daten übersichtlich den Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden und als Verband kompetente Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung gestellt werden.
Darüber hinaus wird es in Zukunft immer wichtiger sein, dass der Verband die gebündelte, starke Stimme der Spielwarenhersteller darstellt, sprich klassische Lobbyarbeit im Bereich der Politik, in der europäischen Union und gegenüber den Verbrauchern und Verbraucherinnen leistet.

Beate Becker, Geschäftsführerin Heless Spielwaren

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