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Schrittweise zur Nachhaltigkeit

Nicht nur die Kunden fordern sie, sondern bald auch ein neues Gesetz: mehr Nachhaltigkeit – auch und vor allem in der Kinderausstattung. Das Thema stellt viele mittelständische Hersteller vor eine gefühlt riesige Aufgabe. Der Bundes-verband Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller e.V. (BDKH) möchte sie unterstützen und hat zusammen mit SGS und Etika ein Begleitprogramm für kleinere und mittlere Unternehmen initiiert.

Seit wenigen Wochen ist Träumeland ein zu 100 Prozent zertifiziertes klimaneutrales Unternehmen

in großes Projekt in kleinen Schritten anzugehen, ist meist ein guter und verlässlicher Weg. Die Corporate Social Responsibility oder CSR – neudeutsch für Unternehmens-Nachhaltigkeit – ist so ein großes Thema. Mancher Unternehmer fühlt sich hier fachlich nicht fit und hat bis heute noch keinen Einstieg gefunden. Wo starten? Beim Klima? Den Menschenrechten? Bei der gerechten Wertschöpfung? Und wie geht man das am besten an? KMU (kleinere und mittlere Unternehmen) mit diesen Fragen zählen zur Zielgruppe von Federica Suess, Geschäftsführerin der Unternehmensberatung Etika, und Juliane Franze, Klimaschutzexpertin beim SGS Institut Fresenius. Die beiden Nachhaltigkeitsexpertinnen haben ein Programm ausgearbeitet, das sowohl die „absolute beginners“, als auch bereits in Nachhaltigkeitsfragen fortgeschrittene Unternehmen abholt.
Das Programm aus persönlichem Coaching und E-Learnings entstand im Austausch mit dem BDKH, der sich für seine Mitglieder nach einem Nachhaltigkeits-Workshop eine längerfristige Betreuung wünschte.

Michael Neumann, Geschäftsführer des Herstellerverbands, betont: „Das Thema Nachhaltigkeit in allen seinen Aspekten treibt alle unsere Mitglieder um, insbesondere aber die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Wir haben mit Etika einen Partner für unsere Mitglieder gefunden, der den Einstieg in das Thema sehr praxisbezogen erleichtert und danach auch in der Begleitung der Projekte wertvolle Unterstützung liefert.“ Worum es genau geht, erklärt Federica Suess auch in einem YouTube-Video (https://bit.ly/3vLD6je).

Auch bei Rotho Babydesign wird auf Nachhaltigkeit großen Wert gelegt. So sind alle Kunststoffe aus natürlichen Rohstoffen - ressourcenschonend und biologisch abbaubar

Federica Suess (links), Geschäftsführerin der Unternehmensberatung Etika, und Juliane Franze, Klimaschutzexpertin beim SGS Institut Fresenius, unterstützen mit ihrem Programm mittelständische Unternehmen in Nachhaltigkeitsfragen

Der Helpdesk für Newcomer

Die „CSR-Starter“ unter den Unternehmen werden von den Expertinnen am Etika Helpdesk für einen Zeitraum von sechs oder zwölf Monaten in wöchentlichen, niederschwelligen 60 Minuten-Coachings betreut. Hier motiviert die Frage: „Wo könnten Sie in sechs oder zwölf Monaten stehen?“ Und es ist beeindruckend, welche Meilensteine mit steter Begleitung, individuellem Feedback und einem Experten-Netzwerk in so kurzer Zeit erreicht werden können – von der ersten Strategie mit den wichtigsten Themen und Zielen, klaren strategischen und operationellen Verantwortungen bis hin zur Errechnung der CO2-Bilanz und deren Optimierung. Nach nur einem Jahr kann ein Unternehmen Klarheit darüber schaffen, wo die Hotspots bei den Lieferanten liegen. Ein Lieferanten-Standard könnte definieren, nur noch mit jenen zusammenzuarbeiten, die das interne Audit bestehen. Eine erste Bewertung der CO2-Äquivalente kann bei Produkten aufzeigen, welche mehr und welche weniger klimaschädlich sind. Auch die Umstellung auf regionale Lieferanten oder die Entscheidung für verbesserte Verpackungslösungen sind innerhalb eines Jahres möglich.

 

Schrittweise zur Nachhaltigkeit

Für „Fortgeschrittene“ bietet das Team Suess und Franze einen Mix aus E-Learnings, Praxisübungen und Beratungen, der sich in fünf, auch einzeln buchbaren Modulen intensiv der Umsetzung von speziellen Nachhaltigkeitsthemen widmet. Das Trainingsprogramm „Nachhaltigkeit in KMU verankern und umsetzen“ umfasst im ersten Schritt die Entwicklung einer CSR-Strategie. Dazu gehören eine Bestandsaufnahme und eine Stakeholderanalyse, die Identifizierung der relevanten Themen sowie ein Maßnahmenplan. Modul 2 untersucht die Klimabilanzierung auf Unternehmensebene. Für die Berechnung von Scope 1- und 2-Emissionen wird ein Kalkulationstool bereitgestellt. Ein E-Learning führt an potenzielle Reduktionsziele heran und erläutert, wie Emissionen ausgeglichen werden können. Wie Produkte „nachhaltiger“ hergestellt werden können – bis hin zu einer grünen Produktlinie – ist Thema von Modul 3. Die Analyse der eigenen Lieferkette, welche Anforderungen an Lieferanten gestellt werden und welche Maßnahmen die Situation vor Ort verbessern könnten, werden im nächsten Step untersucht. Und schließlich befasst sich Modul 5 mit dem Aufbau eines CSR-Kommunikationskonzepts. Ver-schiedene CSR-Reporting-Standards und Best Practices werden vorgestellt und die Besonderheiten beim Einsatz von Social Media-Plattformen beleuchtet.
„Wir wissen aus unserer Arbeit, dass kleine und mittlere Unternehmen heute schon sehr stark den Gedanken der Nachhaltigkeit leben“, betont Federica Suess. „Sie achten im Allgemeinen bereits auf soziale Themen und Umweltaspekte. Nun geht es aber darum, bereits vorhandene Aktivitäten zu strukturieren und umfassend zu agieren, um der Unternehmensverantwortung voll und ganz gerecht zu werden.“ Suess und Franze holen die Unternehmen da ab, wo sie stehen und beraten individuell. Die Expertinnen punkten nicht nur mit Fachwissen und einem großen Erfahrungsschatz, sie sind durch zahlreiche Coachings und Workshops auch in der Beratung versiert. Unternehmen tun gut daran, sich jetzt mit CSR zu befassen. Denn bald werden sie es müssen. Gerade hat die EU-Kommission verbindliche Sorgfaltspflichten im Bereich Umwelt und Menschenrechte für Unternehmer in einen Gesetzesvorschlag eingebracht.

etika.io

bdkh.eu

Lässig gilt mit seinen Produkten als Nachhaltigkeitspionier der Branche

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