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Einkaufen nach Corona

Endlich wieder reale Shopping-Erlebnisse!

Lang genug haben wir Tage und Nächte vor dem Computer verbracht. Homeoffice, Homeschooling, Homebanking, Zoom- und Teams-Meetings, Skypen mit Freunden, Gaming, Dating, Shopping … Endlich, endlich ist wieder ein einigermaßen normales Leben möglich. Wie werden wir es gestalten? Bleiben wir in den durch die Pandemie gelernten Mustern? Oder stürzen wir uns hungrig wieder ins pralle Leben – natürlich vorerst mit gebremstem Schaum.

Es gibt hierzu zahlreiche Untersuchungen, Analysen, Hypothesen. Einig sind sich alle in einem Punkt: Ob Lebensmittel, Kleidung oder Haushaltswaren – die Corona-Pandemie hat das Einkaufsverhalten der Verbraucher im Einzelhandel stark beeinflusst. Nicht nur die ohnehin geschlossenen Geschäfte, sondern auch die Angst der Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus begünstigten eine Verschiebung vom stationären hin zum Online-Handel. Dennoch – und das freut uns besonders für Sie, liebe Händler*innen – bleibt der Offline-Einkauf beliebt unter den Verbrauchern: Der YouCov International Report 2021 ergab, dass die Mehrheit der Befragten, stolze 78 Prozent, Waren des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittel, medizinische, Drogerie- oder Haushaltsprodukte in den vorausgegangenen drei Monaten im stationären Handel gekauft zu haben, 57 Prozent kauften sie online. Nicht-tägliche Bedarfswaren, wie Kleidung, Kosmetik, Schuhe, Bücher, Möbel oder Schmuck wurden hingegen häufiger online gekauft (72 Prozent vs. 57 Prozent der Offline-Käufe). Bei dieser Zahl muss natürlich berücksichtigt werden, dass die entsprechenden Geschäfte lange komplett geschlossen waren. Insgesamt wurde für beide Warengruppen jedoch häufiger offline als online eingekauft.

Drei Viertel der Deutschen sind dem stationären Handel treu

Bezieht man den Umstand mit ein, dass pandemiebedingt viele Geschäfte für den stationären Einkauf geschlossen waren, zeigt sich vor allem im Vereinigten Königreich, in Dänemark und in Deutschland bei jenen Einzelhandelskategorien, die Waren des nicht-täglichen Bedarfs mit abdecken, eine Verschiebung hin zum Online-Handel: In Deutschland kauften 46 Prozent diese Produkte stationär, 74 Prozent hingegen kauften sie online (28 Prozentpunkte Differenz). In Dänemark ist der Abstand noch größer: 39 Prozent kauften offline, 72 Prozent online (33 Prozentpunkte Differenz). Der weltweit größte Unterschied zwischen dem Online-Einkauf versus dem stationären ist hingegen im Vereinigten Königreich zu erkennen: 36 Prozent kauften Waren des nicht-täglichen Bedarfs offline, 79 Prozent kauften sie online (43 Prozentpunkte Differenz). Blicken wir noch weiter in die Welt, so wurde nur in Australien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Hongkong mit einer jeweiligen Differenz von 1 bis 5 Prozentpunkten häufiger stationär als online eingekauft. Am häufigsten kauften die Chinesen Waren des nicht-täglichen Bedarfs online (80 Prozent).

Dies zeigen Daten des aktuellen „International Retail Report 2021 – Shopping in the pandemic and the implications for the future“, der internationalen Data & Analytics Group YouGov, für den mehr als 19.000 Personen in 17 Märkten weltweit im Januar und Februar 2021 befragt wurden. Das Whitepaper bietet einen Überblick über die durch die COVID-19-Krise beeinflussten Veränderungen des Einkaufsverhaltens im Einzelhandels-Sektor. Es betrachtet das Zusammenspiel von Online- und stationären Einkäufen in Pandemiezeiten in den verschiedenen Märkten sowie in den unterschiedlichen Altersgruppen. Die Studie geht weiterhin auf Treiber und Hindernisse sowohl für den stationären als auch den Online-Einkauf ein.

Lieferung nach Hause ist weltweit größter Treiber für den Online-Einkauf

57 Prozent der Bevölkerung weltweit nennen die Nach-Hause-Lieferung ihrer Bestellungen als Grund für den Online-Kauf. 47 Prozent sagen, dass es einfacher sei, die Produkte online zu kaufen. 42 Prozent betonen die variable Auswahl an Produkten und 40 Prozent Rabattaktionen als Treiber für den Online-Einkauf. Die am häufigsten genannten Hindernisse der Verbraucher in den befragten 17 Märkten sind hingegen die Versandkosten (46 Prozent), das fehlende Haptik-Erlebnis (45 Prozent) sowie die Rückgabebedingungen (39 Prozent). Diese Art der Dienstleistung sollte also in den „Katalog“ des stationären Handels aufgenommen werden beziehungsweise unbedingt als besonderer Service für Kunden bleiben.

Bei der näheren Betrachtung der Einkaufsgewohnheiten zeigt sich deutlich, wo der stationäre Handel „die Nase vorn“ hat und punkten kann. Emotion, Haptik und eine schnelle Kaufabwicklung spielen tragende Rollen: Haupttreiber für den stationären Einkauf ist die tatsächliche Begutachtung des Produktes (62 Prozent), die Möglichkeit zum Testen / Probieren der Waren im Geschäft (53 Prozent) sowie schnellere Abwicklungsdauer des Kaufs (45 Prozent).

Adam Guiney, Director of Customer Experience bei YouGov, sagt über das Whitepaper: „Beim Sichten der Daten für das Whitepaper war es eindrucksvoll zu erkennen, dass, trotz des großen Online-Handel-Booms in Pandemie-Zeiten, der Offline-Handel, beispielsweise im Textil- und Kleidungsbereich, nach wie vor beliebter ist und daher eine große Chance hat, sich nach dem Ende der coronabedingten Restriktionen zu erholen. Unsere Studie zielt darauf ab, Einzelhändlern und Unternehmen die Dynamiken im Einzelhandelssektor verständlich zu machen, der nie zuvor derart erschüttert wurde wie in Zeiten der Corona-Pandemie. Die Bedürfnisse der Verbraucher und das Wechselspiel zwischen Offline- und Online-Käufen zu verstehen, wird für Einzelhändler und Unternehmen der Schlüssel dazu sein, Potenziale zu erkennen, Hindernisse zu überwinden und Chancen zu nutzen.“

Quelle: www.yougov.de

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