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Er ist dann mal weg ...

Sein persönlicher Jakobsweg mag dann und wann auch die Arbeit in der Spielwarenbranche gewesen sein. Ich denke, das geht uns allen so. Und wie wir alle hat er in dieser Arbeit auch einen Teil seiner Berufung gefunden. Jetzt hört er auf. Denn es gibt ein Leben „danach“. Seine langjährigen Wegbegleiter und die Verfasserin zollen Wolfgang Schühle Anerkennung und Dank – und geben ihm, wem sonst, das Schlusswort: Ein Plädoyer für Holzspielwaren.

Holzspielwaren – die Must-haves im Sortiment

Ein Plädoyer für Holzspielwaren, wer könnte das besser halten als Wolfgang Schühle, ehemals Geschäftsführer bei Ostheimer, langjähriger Leiter der Fachgruppe Holzspielzeug beim DVSI, und Kenner der Materie Holz aus Passion. Wolfgang Schühle hat den Weg, den Holzspielwaren als wichtiger Sortimentsbaustein in den letzten Jahrzehnten gegangen sind, begleitet, gestaltet und für die Branche nochmals zusammengefasst.

Kinder spielen – und zum Glück viele Erwachsene auch. Waren es früher nur die einfachen Spielzeuge aus Holz oder aus anderen Naturmaterialien, mit denen Kinder in Berührung kamen, so hat sich das Angebot mit den Jahren stark verändert. Technische Spielwaren mit mechanischen Funktionen sind auf den Markt gekommen, Kunststoffspielzeug hielt Einzug, Multimedia und Hightech werden in Spielwaren verbaut, so dass heute eine unglaubliche Vielfalt und Bandbreite an sinnvollem aber auch unsinnigem Spielzeug die Kinderzimmer flutet. Für Eltern wird es nicht einfacher, manchmal fast unmöglich, zu entscheiden, welche Spielzeuge den Nachwuchs spielerisch ins Leben begleiten sollen. Holzspielzeug mit all seinen Qualitäten ist sich an dieser Stelle treu geblieben. Ist selbstbewusster geworden – sieht sich in der heutigen Zeit von Qualitätsanspruch, Spielwert, Nachhaltigkeit und Klimadiskussion sehr gut aufgestellt und entspricht in vielen Facetten dem, was Eltern für ihre Kinder als gut und wertvoll erachten. Letztendlich bestätigt die positive Umsatzentwicklung der Holzspielzeugbranche in den letzten Jahren diese Sichtweise und wird auch in der Zukunft, gerade aufgrund der hohen Nachhaltigkeit und Qualität, die Holzspielzeuge verkörpern, und der gesellschaftlichen Diskussion seine Stärke weiter ausbauen. Begleitet wird dieser Weg durch die Veränderung der Vertriebskanäle für Holzspielzeuge, die in den letzten Jahren, verstärkt durch den Onlinehandel, stattgefunden hat. Den kleinen Holzspielzeugladen, gegründet in den Achzigern, der neben den Produkten gleich die pädagogische Beratung mit im Angebot hatte, und der so liebenswert war, den gibt es (leider) fast nicht mehr. Holzspielzeug wird heute als Kernsortiment in allen guten Spielwarenfachgeschäften, dazu zählen auch gute Online-Anbieter, angeboten. Als gut sortiertes Spielzeug-Fachgeschäft kommt man nicht umhin, Holzspielwaren eine wachsende Bedeutung zuzumessen.

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erkannt haben dies auch Buchhandlungen, die sehr gerne eine kleine Abteilung mit Holzspielzeugen führen oder themenbezogen zu Kinderbüchern eine Auswahl an guten Holzspielwaren anbieten. Als Accessoire sind Holzspielzeuge in Möbelhäusern zu finden, ebenso in Kunsthandwerkerläden, Geschenkläden, Boutiquen und Concept-Stores. Diese Vertriebswege gehören heute für viele Holzspielwarenhersteller selbstverständlich dazu. Letztendlich erkennen viele Fachhändler mit Schwerpunkt außerhalb der Spielware, dass arrondierende Sortimente sich positiv auf Kundenfrequenz und Umsätze auswirken. Gerade auch in dem Bestreben vieler Händler, ihr Angebot an nachhaltigen Produkten auszubauen, die ganze Familie als Zielgruppe mit all ihren Bedürfnissen zu gewinnen, spielt Holzspielzeug eine attraktive und nicht unwichtige Rolle und wird zum Ausdruck der Nachhaltigkeitsstrategie eines Fachgeschäftes. Käufer werden in Zukunft immer bewusster einkaufen, gerade auch Spielwaren, und je weiter die notwendige Diskussion um umweltpolitische Themen, um eine lebenswerte Zukunft geht, umso wichtiger wird es für Fachhändler sein, diese Entwicklung mitzugestalten. Holzspielzeuge mussten sich nicht neu erfinden, diese Produkte waren schon immer schönes, nachhaltiges, pädagogisches und generationenüberdauerndes Spielzeug. Holzspielzeug unterliegt keiner Mode, muss nicht dem Zeitgeist angepasst werden, sondern ist, wie es schon immer war: ein tolles und wertbeständiges Spielzeug für Kinder. Und, Holzspielzeug unterlag schon immer der Symbiose zwischen Herstellern und Fachhandel. Nur, der Fachhandel hat sich verändert, und damit einhergehend die Vertriebswege, über die Holzspielzeuge heute zu Groß und Klein gelangen. Viele Hersteller, gerade in der Fachgruppe Holzspielzeug, unterstützen den Fachhandel mit guter Marketingarbeit über die sozialen Medien. Kommunizieren direkt mit der Zielgruppe für Holzspielwaren, wecken Freude und Begeisterung an der Qualität dieser Spielzeuge und bringen somit den nach wie vor steigenden Bedarf in die Fachgeschäfte. Die Definition von Fachhandel – früher eine einfache Betrachtung – das war der Laden um die Ecke, der liebenswert, inhabergeführt seine Kunden noch mit Namen kannte. Heute, ich darf mich nicht von der Nostalgie leiten lassen, ist alles anders. Ob besser, das mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich erlaube mir an dieser Stelle ein bisschen Nostalgie, das fühlt sich einfach gut an.

 

Er ist aus dem richtigen Holz geschnitzt. Treffender könnte man Wolfgang Schühles Persönlichkeit nicht beschreiben, man muss nur hören und lesen, mit wie viel echter Wertschätzung seine Wegbegleiter und die Menschen, denen er im Laufe der Zeit begegnet ist, über ihn sprechen. Ich kann mich dem nur anschließen. In meinem beruflichen Leben habe ich viele Manager kommen und gehen sehen. Mit der notwendigen Distanz, die man als Journalist braucht, um Situationen und Menschen einschätzen und objektiv betrachten zu können, bin ich auch Wolfgang Schühle begegnet. Ich habe erlebt, wie er als Geschäftsführer agierte, wie er sich im Branchenkontext positionierte und schließlich, wie er als Fachgruppenleiter „die Holzwürmer“ auf zu neuen Ufern führte. Längst hatte ich da innerlich den Hut gezogen. Eine Fachgruppe, deren Bedeutung in der Branchenöffentlichkeit immer etwas herunter “gespielt“ wurde, war plötzlich Vorreiter in Sachen Social Media. Diese Initiative rückte das gesamte Segment in ein völlig neues Licht. Holzspielwaren wurden als Must-haves, als preisbeständige Sortimentsergänzung, als cooles Add-on auch in branchenfremden Vertriebskanälen wahrgenommen. Holzspielzeug wurde „salonfähig“. Das Bestreben des Handels, mehr nachhaltige Produkte aufzulegen, befeuerte diesen Prozess. Und die durch die Corona-Pandemie beim Konsumenten feststellbare Tendenz, bewusster zu kaufen, tat ein Übriges: Holzspielwaren können endlich zeigen, was sie draufhaben. Zum erlauchten Kreis jener, die dieses Potenzial als Erste erkannt und gefördert haben, gehört Wolfgang Schühle. Er hat sich nie im Elferrat der ewig Gestrigen gemütlich eingerichtet, hat den Elfenbeintempel der Weltanschauler nie betreten. Er hat schlicht und einfach seinen Job gemacht, egal, an welcher Stelle. Seine Neugier und Entdeckerfreude, sein ehrliches Interesse an seinem Gegenüber und an all dem, was außerhalb des berühmten Tellerrandes stattfindet, macht ihn für mich zu einem inspirierenden Gesprächspartner und zu einem Menschen, den ich sehr schätze. Lieber Wolfgang, ich gönne Dir jetzt die See vor der Tür, den Wind um die Nase, die Zeit, zu tun und zu lassen, was Du willst und den weiten Horizont!

Sibylle Dorndorf

Nachdem Wolfgang Schühle sich Ende 2019 als Geschäftsführer der Margarete Ostheimer GmbH in den Ruhestand verabschiedet hat, wird er nun zum Jahresende 2020 auch sein Amt als Leiter der Fachgruppe für Holzspielzeug niederlegen. Als seine ehemalige Geschäftsführerkollegin bei Ostheimer will ich ihm alles Glück der Welt wünschen für seinen neuen Lebensabschnitt und ihm meinen Dank und meine Anerkennung ausdrücken für das, was er aus der Fachgruppe Holzspielzeug gemacht hat. Mit seiner Begeisterung, seinem sozialen Wesen und seiner großen Branchenkenntnis hat Wolfgang die Fachgruppe zu neuem Leben erweckt. Er hat sie zu einem Ort gemacht, wo die kleinsten wie auch die größten Holzspielzeughersteller sich auf Augenhöhe begegnen konnten, um sich auszutauschen, wichtige und stets aktuelle branchenrelevante Informationen zu erhalten und sie zu diskutieren. Durch das gesellige Beisammensein, das bei den Treffen nie zu kurz kam, ist eine Gemeinschaft entstanden. Aus meiner Sicht hat Wolfgangs Engagement die Holzspielzeugbranche als Ganzes gestärkt und maßgeblich vorangebracht. Vielen Dank an ihn dafür! Es wird nicht leicht, das ohne ihn weiterzuführen.

Sibylle Engstrom, Geschäftsführerin Margarete Ostheimer GmbH

Rund 600.000 eingetragene Vereine gibt es in Deutschland. Kaum ein Anliegen, das nicht von irgendeinem Verein vertreten wird. Das überrascht nicht. Wo drei Deutsche zusammen­hocken, heißt es gerne, ist ein Verein nicht weit. Es gibt Wohltätigkeits- und Musik­vereine, Umwelt- und Schützenvereine, Kunst- und Schreber­gartenvereine, einen Verein für deutsche Schäferhunde und Kaninchenzüchter. Die Auswahl ließe sich beliebig fortsetzen. Wer in Deutschland wohnt, kommt also um Vereine so gut wie nicht herum; wer als deutscher Hersteller von Spielzeug aktiv ist, nur schwer am DVSI vorbei. Auch der ist ein Verein. Wer Holzspielzeug herstellt, hat dann kaum noch eine Chance, nicht Vereinsmitglied zu sein, weil alles, was Rang und Namen in der Szene hat, dort vertreten ist. Auch die Fachgruppe Holzspiel­zeug ist nämlich ein Verein, erkennbar an den beiden Buchstaben e und V. Gegründet wurde er im März 2012 in Bad Rodach. Recht­lich ist er damit unabhängig vom DVSI. Ohne Satzung aber kein Verein. Das gilt auch für die Fachgruppe. Dort heißt es in § 3: „Zweck des Vereins ist es, Holzspielzeug und das Spielen mit Holzspielzeug verstärkt in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken.“ Das ist ihm in den letzten acht Jahren wirklich gelungen. Seit der Verein seine Arbeit aufnahm, hat er nicht nur in seinen halbjährlich „Holzwurm­sitzungen“ versucht, die Nebel „aus dem unheimlichen und weitläufigen Bereich der Spielwarensicherheit“ (Wolfgang Schühle) zu lichten oder Antworten auf den „Preisverhau unserer Markenprodukte im Internet“ zu finden, sondern auch dem Holzspielzeug eine öffentliche Bühne zu bereiten – wie jetzt aktuell mit der Winterausstellung auf der Insel Mainau. Der Zuspruch in den ersten Tagen soll bereits alle Erwartungen übertroffen haben. Mit der Ausstellung verabschiedet sich der langjährige Vorsitzende Wolfgang Schühle. Er ist jetzt wirklich weg. Die Arbeit soll ihm nach eigenem Bekunden immer sehr viel Freude bereitet haben. Auch das überrascht nicht. Menschen, die sich freiwillig in Vereinen, Verbänden oder Sozialen Diensten engagieren, sind durchschnittlich zufriedener als Personen, die sich nicht engagieren. Das ist wissenschaftlich belegt. Die Fachgruppe Holzspielzeug und der DVSI hoffen, dass Wolfgang Schühle auch ohne seinen „Holzwurmverein“ zufrieden sein wird. Ansonsten: Unter den 600.000 Vereinen gibt es bestimmt auch einen in Luckow, der ein aktives Vorstandsmitglied gut gebrauchen kann.

Ulrich Brobeil, Geschäftsführer DVSI

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Außergewöhnliches Engagement, Weitblick und ganz viel Herzenswärme – so würde ich Wolfgang auf „die Schnelle“ charakterisieren. Er hat es als Vorsitzender geschafft, jedes Jahr zwei sehr interessante und intensive Fachgruppen-Treffen zu organisieren, bei denen speziell unsere Einrichtung für Menschen mit Assistenzbedarf immer wieder neue Impulse erhalten hat. Lieber Wolfgang, vielen Dank für deine wertvolle Arbeit und deinen außergewöhnlichen Einsatz.

Veronika Treubel, Vertriebsleiterin der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Lautenbach e.V., Herdwangen-Schönach

Ein kleines Abschiedswort für einen Großen

Als ich vor 15 Jahren als Fremder in der Spielwarenbranche landete und der damalige Präsident des DVSI, welcher am selben Wohnort lebte, sein Bedauern aussprach über unseren Erwerb eines kleines Holzspielzeugherstellers, war ich zugegebenermaßen etwas verunsichert. Als ich dann, frisch an Bord, bei einem der ersten Treffen mit anderen Unternehmen der Branche Wolfgang Schühle kennenlernte, gewann die Zuversicht wieder die Oberhand.
Wolfgang hat mich sofort an die Hand genommen und mir die Menschen und die Gepflogenheiten der Branche näher gebracht. Mit seiner positiven Art, die Dinge zu sehen und auf Menschen zuzugehen, ist er der perfekte Netzwerker und Repräsentant der Holzspielzeugbranche.
Vor zehn Jahren kamen dann einige Hersteller bei Brio zusammen und beschlossen, wieder eine Fachgruppe Holz innerhalb des DVSI zu gründen. Als Wolfgang seinen Hut als Präsident der Gruppe in den Ring warf, war mir sofort klar – da mach ich mit als Vize. Ich bereue diese Entscheidung bis heute nicht und finde, es war ‘ne tolle Zeit mit Wolfgang an der Spitze der Fachgruppe Holz, auch wenn ich zugeben darf, dass das allermeiste in den vergangenen zehn Jahren Wolfgang mit Bravour alleine bewältigt hat.
Nun tritt er ab, altersmäßig, und hinterlässt sowohl bei Ostheimer als auch im Verband eine große Lücke. Lieber Wolfgang, ich darf dir im Namen aller Kolleginnen und Kollegen der Spielzeugbranche danken für dein Engagement, deine Zuversicht und Herzenswärme. Du hast es über die vergangenen zehn Jahre geschafft, dass aus Wettbewerbern Kollegen werden, die miteinander sprechen können.
Ich persönlich danke dir für deine Unterstützung, deinen Rat, die vielen guten Gespräche und deine Freundschaft über all die Jahre und wünsche mir, dass dies noch lange fortbesteht – trotz Ruhestand.
Mach‘s gut in deinem neuen Lebensabschnitt in deiner neuen Heimat an der Ostsee.

Sven Grimm, Grimms Spiel und Holz Design

Als Mitinitiator zur Gründung der Fachgruppe Holz hatte Wolfgang schon im Jahr 2011 Weitblick bewiesen, den er sich auch als Vorsitzender immer erhalten hat. Es war ihm nämlich immer ein Anliegen, den Mitgliedern der Fachgruppe Themen an die Hand zu geben, die wegweisend für die Zukunft des Holzspielzeuges waren. So hat er einen großen Anteil daran, dass Holzspielzeuge heute wieder ein zeitgemäßes Image haben und immer mehr junge Eltern begeistern. Ich durfte im Laufe der Jahre auf einigen Treffen der Fachgruppe als Referent zu Themen rund um modernes Marketing mitwirken, und mich hat vor allem beindruckt, mit welch feiner Mischung aus Fachlichkeit, Charisma und Herzlichkeit Wolfgang die Fachgruppe Holz geleitet hat. Er war ein echter Glücksfall für die ganze Branche und wird fehlen, aber seiner Fachgruppe auch aus seiner neuen Heimat am Haff sicher verbunden bleiben. Herzlichen Dank für die vielen tollen Momente, lieber Wolfgang!

Ralf Wendland, Inhaber der Marketingagentur servicemeisterei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor acht Jahren ist Sina bei der Fachgruppe Holzspielzeug mit dem Vorsitzenden Wolfgang Schühle angekommen. Wir haben eine tolle Zeit mit Wolfgang erlebt und erinnern uns besonders gern an alle Fachgruppentagungen, die immer ein Highlight für uns als Mitgliedsfirma gewesen sind. Wolfgang haben wir zu jeder Zeit als fachlich kompetenten, ehrgeizigen, loyalen und sympathischen Macher kennengelernt, der kleine und große Mitbewerber für zahlreiche gemeinsame Aktionen begeistern und gewinnen konnte. Das erklärt, dass Wolfgang Schühle aus dem richtigen Holz geschnitzt ist. In diesem Sinne ein Dankeschön an Wolfgang Schühle und alles Gute für seine Zukunft!

Barbara Seidler, Geschäftsführung Sina Spielzeug GmbH

Die Spielzeugmanufaktur der Diakonie Pfingstweid ist seit 2016 Mitglied der Fachgruppe Holzspielzeug. Wie kaum ein anderer verstand es Wolfgang Schühle, Menschen zusammenzubringen. Immer verbunden mit einem glühenden Plädoyer für hochwertiges Holzspielzeug schaffte er es, aus der Gemeinschaft heraus entstandene Synergieeffekte für „Global Player“ ebenso, wie für kleine Spielzeugmanufakturen zu erzeugen. Sein enormes Fachwissen allen Mitgliedern der Gruppe vorbehaltlos zur Verfügung zu stellen, zeichnete Wolfgang Schühle aus und war für die Diakonie Pfingstweid ein enormer Mehrwert in den vergangenen vier Jahren.

Arndt Götzfried, Diakonie Pfingstweid e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Kapitän geht von Bord und findet das Meer. Wie kein anderer hat Wolfgang Schühle die Branche der Holzspielware geprägt. Sowohl als Geschäftsführer der Margarete Ostheimer GmbH und noch stärker als Vorsitzender der Fachgruppe Holz hat er dafür gesorgt, dass Wettbewerber zueinander finden und, egal ob 3-Mann-Handwerksbetrieb oder global agierender Konzern, auf Augenhöhe gleichberechtigt nebeneinander stehen. Ich persönlich habe Wolfgang stets als diplomatisch handelnden Mediator erlebt der, durch überzeugendes und vor allem loyales Auftreten, zwischen verschiedensten Welten Brücken schlagen kann. Mit hohem persönlichem Einsatz, Elan und Einfallsreichtum schafft er es stets, seine Zuhörer zu begeistern und von seinen nachhaltigen Ideen zu überzeugen. Kein anderer repräsentiert die Eigenschaften der Spielwarenbranche und insbesondere des klassischen Holzspielzeugs besser als er – sozial wertvoll und nachhaltig zur Umwelt, klassisch und doch kreativ, stabil aber auch wandlungs- und anpassungsfähig. 
Ich hoffe und wünsche mir, dass Wolfgang mit seiner Persönlichkeit und seinem authentischen Handeln auch der nun folgenden Unternehmergenerationen im Spielwarensektor als Vorbild dient und sein bisheriges Tun somit auch die Zukunft der Branche weiterhin beeinflussen wird. Dir, lieber Wolfgang, wünsche ich noch viele inspirierende und kreative Jahre mit neuen Aufgaben als Privatier am Meer.

Björn Rülke, Geschäftsführer Vertrieb, Rülke GmbH

Nun ist es nicht mehr lange hin bis der Kapitän das Schiff „Fachgruppe Holz“ im DVSI verlässt und das Steuerrad seinem Nachfolger übergibt. Die Reisen durch die Spielwarenwelt mit Wolfgang Schühle waren mit herausfordernden Großwetterlagen verbunden. Es gab nicht nur die zweimal jährlich stattfindenden Treffen an den unterschiedlichen Standorten der Holzspielwarenhersteller in Deutschland zu organisieren. Zu den größeren Ereignissen gehören auch die Umstrukturierung der Nürnberger Spielwarenmesse mit der Halle 3 A, Fragen um das Thema Datenschutzgrundverordnung, ständige Veränderungen und Neuerungen im Bereich der Spielzeugsicherheit, Auszeichnungspflicht, der Aufbruch in das digitale Zeitalter mit dem Online-Geschäft, mit dem die Mitglieder bis heute, und jetzt in den Corona Zeiten ganz besonders, sich auseinandersetzen müssen.
Das Organisationstalent eine Crew (von Fachgruppenmitgliedern) anzuheuern, diese zu einen, gemeinsam dann etwas zu bewegen, hat Wolfgang Schühle. Gleichzeitig hatte er immer das Gespür, welche aktuellen Themen, die der Mannschaft dienlich sind, angesprochen werden müssen. Die Mitglieder der Holzfachgruppe verdanken ihm die Existenz des Kollegenforums (nicht Treffen von Konkurrenten) und das kollegiale und in weiten Teilen freundschaftliche Verhältnis untereinander. Er klärt für uns Fragen und findet (auch ganz individuelle) Antworten und repräsentiert uns gegenüber der Fachhandelsbranche und anderen Spielwarengremien.
Die Beendigung des Vorsitzes in der Fachgruppe Holz von Wolfgang Schühle fällt zeitlich dicht zusammen mit dem erstmaligen Ereignis der Absage der Nürnberger Spielwarenmesse 2021 zum Jahresanfangstermin. Beide Ereignisse hängen ursächlich nicht unmittelbar miteinander zusammen. Es wird aber für beide Ereignisse eine veränderte, neue Zeit danach geben, in der nicht
alles wie „gewohnt“ weiterläuft.  Am beständigsten ist die Veränderung – das hat jeder in der Spielwarenbranche schon immer gewusst.
 Ich möchte persönlich noch anmerken, dass ich mit Wolfgang Schühle sehr vertrauensvolle Gespräche führen konnte, er ist immer verbindlich und menschlich angenehm. Deshalb freue ich mich jetzt auf die Zeit, in der wir dann beide nicht mehr jeden Tag unser volles berufliches Engagement an den Tag legen müssen und uns statt dessen zu einem Glas Rotwein treffen, um über die aktiveren Zeiten zu sinnieren.

Fritz-Rüdiger Kiesel, Geschäftsführer Gollnest & Kiesel

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