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Bärenstarke Partner

Vor 80 Jahren erblickte das erste Paidi Kinderbett das Licht der Welt. Vor über 135 Jahren legte Margarete Steiff mit ihrem „Elefäntle“ den Grundstein für eine beispiellose Unternehmensgeschichte. 2019 haben sich die beiden Traditionsunternehmen für eine ganz besondere Kooperation zusammengetan. 1st Steps sprach mit den beiden Geschäftsführern Roland Mayer und Dirk Petermann.

Herr Mayer, Herr Petermann, Paidi und Steiff kooperieren erstmals miteinander. Warum passen diese beiden Marken so gut zusammen?
Roland Mayer: Unsere beiden Unternehmen – Steiff und Paidi – stellen das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt. Mit Steiff haben wir einen Partner an unserer Seite, der unsere Werte hinsichtlich Qualität, Nachhaltigkeit und Schadstofffreiheit teilt. Unser gemeinsames Möbelprogramm Lotte & Fynn – Steiff by Paidi vereint hochwertige Materialien und einen hohen Wiedererkennungswert durch markante Formen. Wir kombinieren massives Eichenholz mit modernen Oberflächen in Kreideweiß. Das schafft eine schöne Atmosphäre, in der Kinder in Liebe ankommen und behütet aufwachsen können.
Die Möbel von Lotte & Fynn wachsen mit dem Kind mit wie alle Paidi Programme. Das Kinderbett lässt sich mit dem Sicherheitsset umbauen, sodass auch ältere Kinder noch darin schlafen können. Allen Schränken und Kommoden liegt ein zusätzlicher, neutraler Griff bei, der angebracht werden kann, wenn die Kleinen mal größer werden und der Teddykopf auf dem Griff zu niedlich sein sollte. Damit stellen wir sicher, dass Familien lange Freude an den erworbenen Möbeln haben werden.
Dirk Petermann: Mit Steiff & Paidi haben sich zwei traditionsreiche und hochwertige Marken gefunden. Wir vertreten die gleiche Philosophie bei Qualität, den eingesetzten Materialien und in Bezug auf Nachhaltigkeit.
Zudem eint uns der Bezug zu einer gemeinsamen Zielgruppe, so dass Paidi sehr gut unter das Dach der Steiff Firmenphilosophie „Für Kinder ist nur das Beste gut genug“ passt.

Paidi Geschäftsführer Roland Mayer (links) und Steiff-Chef Dirk Petermann bilden ein starkes Team

Wie bringt sich Steiff in die Kooperation ein? 
Petermann: Wir haben großen Wert darauf gelegt, nicht einfach nur unser Logo auf einem Paidi Produkt zu platzieren. Gerade mit Blick auf die Themen Design und auch Materialität war es uns wichtig, dass die Marke Steiff sich mit ihren Werten und ihrer Philosophie in den Produkten wiederfindet. Über die Massivholzanteile, das zeitlose Design sowie wichtige, innovative Details wie zum Beispiel die schräg aufgesetzten runden Griffe, die angenehm in der Hand liegen, hat unser Partner Paidi diese Herausforderung perfekt gemeistert.

Wie schlägt sich die Designsprache beider Marken in der Möbelkollektion nieder?
Mayer: Beim Gestalten der Möbel stellte unser Designer Bruno Agostino die Identität beider Marken in den Mittelpunkt: Heraus gekommen ist dabei ein Zimmer, das hochwertig verarbeitet ist, gleichzeitig hell und modern anmutet und so beide Traditionsunternehmen repräsentiert. Liebevolle Details wie die abgerundeten Formen und die Griffe mit Steiff-Teddybärenkopf und -Fahne stellen den hohen Wiedererkennungswert her. Wir sind uns sicher, dass wir damit die Herzen unserer kleinen und großen Kunden erobern können. Das schaffen wir auch durch den weichen Kopfschutz im Teddybärenlook, der auf den Wickelaufsatz gesteckt ein wahrer Hingucker auf der Wickelkommode ist.
Petermann: Basierend auf dem unverkennbaren Design, das alle Paidi Produkte auszeichnet, spiegeln die Massivholzanteile sowie die Integration von runden, weichen Elementen an Ecken und Griffen nicht nur wichtige Markenwerte von Steiff wider, sondern nehmen auch die CI-Elemente, die auf dem „Knopf im Ohr“ basieren, wunderbar auf. Dazu unterstützt die zeitlose Farbgebung die Langlebigkeit der Produkte, für die beide Marken in gleichem Maße stehen.

„Unsere Unternehmen stellen das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt.“

Welche Vertriebsstrategie haben Sie für diese neue Kollektion?
Mayer: Paidi vertreibt das Babyzimmer über seine bestehenden Distributionskanäle (Baby- und Möbelfachhandel). Steiff wird Lotte & Fynn in seinen 20 Steiff-Stores sowie im eigenen Steiff-Online-Shop vermarkten.
Petermann: Neben dem Vertrieb über die Steiff eigenen Läden und den Online-Shop wird das Zimmer maßgeblich über die Distributionskanäle unseres Partners Paidi angeboten. Das macht absolut Sinn, da er mit seinem existierenden Vertriebs-Netzwerk sicherstellen kann, dass das Zimmer da präsentiert wird, wo die relevanten Zielgruppen sich informieren und auch kaufen.

Nutzen Sie, Herr Petermann, diese Kooperation zum Cross-Selling von Steiff-Produkten?
Petermann: Natürlich bietet die Positionierung eines Lizenzproduktes immer auch die Option, für unser Kernsortiment neue Distributionskanäle zu erschließen, und der Möbel­fachhandel ist für uns kein ganz unbekannter Kanal. Dennoch ist dieser Aspekt bei der Auswahl der potenziellen Produktkategorien und Partner nicht das maßgebliche Kriterium. Von daher werden wir genau überlegen, ob und wenn in welcher Form wir zukünftig zum Beispiel mit unserem Plüschsortiment im Möbelhandel präsent sein wollen.

Marketing mit Augenzwinkern: Paidi Bett und Kommode haben den typischen „Knopf im Ohr“

Hochwertige Produkte müssen am PoS attraktiv und/oder emotional präsentiert werden. Welche Unterstützung bieten Sie hier dem Handel?
Mayer: Wir haben ein schönes Marketingpaket zusammengestellt, das echte Emotionen bei den Endkunden weckt: Neben einem Prospekt sorgt auch das PoS-Paket für eine liebevolle, kuschlige Stimmung bei unseren Händlern. Zudem unterstützen wir das Programm durch Social Media-Aktivitäten, durch Videos auf YouTube, auf unserer Website und in unserem Online Magazin Paidis World. Außerdem bieten wir eine Vertriebs-Promotion an. Beim Kauf eines neuen Lotte & Fynn-Zimmers erhalten Kunden einen knuffigen Paidi-Bär im Wert von 49 Euro als Geschenk.
Petermann: Wir haben den Anspruch, mit unserem Produkt im Möbelsegment unseren Premiumanspruch zu repräsentieren. Wir sind sicher, dass allein die Kombination beider Marken den Konsumenten überzeugen wird, sodass wir dem auch gerecht werden. Dennoch haben wir uns dazu entschieden, bei der Präsentation am PoS mit einer Kombination aus beiden CI-Vorgaben auch visuell ein Alleinstellungsmerkmal zu kreieren. Unterstützt durch die hochwertigen Verkaufsmaterialien, die Paidi ohnehin anbietet, sind wir sicher, dass wir dem Konsumenten einen Blickfang im stationären Handel bieten können.

In welchem Preissegment ist die Kollektion platziert?
Mayer und Petermann: Durch die Kombination beider Marken sowie die oben genannnten Besonderheiten in Produktdesign und Materialität ist Lotte & Fynn – Steiff by Paidi im gehobenen Segment innerhalb des Paidi Gesamtportfolios angesiedelt.

Wie wird die Kollektion von den Endkunden aufgenommen?
Mayer: Durchweg positiv: Lotte & Fynn – Steiff by Paidi haben wir auf unseren Leitmessen vorgestellt – auf der Kind + Jugend 2019 und der Spielwarenmesse in Nürnberg 2020. Unser Zimmer wird von unseren Kunden wiedererkannt – dank der prägnanten Formen bleibt es einfach im Gedächtnis.
Petermann: Da wir mit den Produkten erst jetzt in die Auslieferung gehen, können wir dazu noch keine klare Aussage machen. Gleichzeitig haben wir bereits nach der Präsentation auf der Kind + Jugend im September 2019 ausschließlich positive Resonanz bekommen. Diese hat sich auch durch die Ausstellung des Zimmers in unserem Steiff Museum in Giengen bestätigt, wo Kunden bereits jetzt nach der Verfügbarkeit fragen.

Sehen Sie Möglichkeiten, diese Kooperation noch auszuweiten?
Mayer: Zunächst nehmen wir gerade den ersten Schritt und starten mit einem erfolgreichen Babyzimmer, aber natürlich besteht bei beiden Unternehmen das Interesse an einer mittel- bis langfristigen Zusammenarbeit. Falls unsere Kunden das Zimmer erweitern möchten, können sie dank des Dekors Kreideweiß bei Paidi zahlreiche Möbel finden, die sich kombinieren lassen.
Petermann: Natürlich sehen wir diese Möglichkeit. Gleichzeitig wollen wir uns gemeinsam mit unserem Partner Paidi natürlich die Zeit nehmen den Erfolg der Serie im Handel und beim Kunden zu beobachten und dann genau zu überlegen, welches die nächsten möglichen Projekte oder Produkte sein könnten.

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